Wissenschaftlicher Dienst des US-Kongress äußert sich zu Terra-Stablecoin UST

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Der Congressional Research Service (CRS), also der Wissenschaftliche Dienst des amerikanischen Kongress, hat einen Forschungsbericht zu algorithmischen Stablecoins vorgelegt und verweist auf einige der grundlegenden Probleme, die der Crash von TerraUSD (UST) in diesem Zusammenhang offengelegt hat.

In seinem Bericht spricht der CRS von einer Situation „ähnlich einem Bankansturm“, die letztendlich den Crash des Terra-Stablecoins UST ausgelöst hat. Ein solcher „Ansturm“ würde grundsätzlich immer dann entstehen, wenn Anleger kein Vertrauen mehr in die Reserven haben, die die Anbindung eines Stablecoins an den US-Dollar abdecken.

Wenn dieser Vertrauensverlust dann dazu führt, dass eine beträchtliche Anzahl an Anlegern gleichzeitig versucht, investierte Gelder auszubuchen, kann dies einen negativen Dominoeffekt auslösen, der wiederum die Finanzstabilität der gesamten Kryptobranche und im schlimmsten Fall sogar auch des traditionellen Finanzsystems gefährden könnte.

Wie der Wissenschaftliche Dienst weiter erklärt, wird derartigen Bankanstürmen im traditionellen Finanzwesen durch regulierende Mechanismen wie Einlagensicherung oder Eigenkapitalvorgaben vorgebeugt, denn durch diese sollen Anleger darauf vertrauen können, dass ihre Vermögen geschützt sind und dass keine Notwendigkeit besteht, sich diese schlagartig auszahlen zu lassen.

Im Gegensatz dazu sieht der CRS die Stablecoin-Branche nicht als „ausreichend reguliert“ an. Schon im einem vorherigen Bericht hatte der Wissenschaftliche Dienst darauf hingewiesen, dass die geltenden gesetzlichen Vorschriften im Hinblick auf Stablecoins zu wünschen übrig lassen. Dahingehend verweisen die Autoren auf bestehende Gesetzentwürfe, die strengere Kriterien für die Auswahl der Finanzmittel, mit denen Stablecoins abgedeckt werden, und strengere Informationsoffenlegung vorsehen.

Interessanterweise hatte US-Finanzministerin Janet Yellen kürzlich noch argumentiert, dass Entkopplungen von Stablecoins wie UST und Tether (USDT) keinerlei Bedrohung für die Finanzstabilität darstellen. Nichtsdestotrotz erkennt Yellen an, dass die Kryptobranche „rasant wächst“ und Risiken für den Bankensektor mit sich bringt.

Nach dem Zusammenbruch von UST und der zugehörigen Kryptowährung Terra (LUNA) hat Terra-Mitgründer Do Kwon eine Hardfork des unterliegenden Blockchain-Netzwerks vorgeschlagen. Hierdurch soll eine neue Blockchain entstehen, die keine Verbindung mehr zu UST hat, während das alte Netzwerk für den Stablecoin parallel weiterlaufen soll, dieses würde dann in Terra Classic (LUNC) umbenannt.

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