Wissenschaftler entwickeln vollständig dezentralisierten Stablecoin mit Kopplung an Strom

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Forscher des staatlich finanzierten Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien haben statistische Mechanik und Informationstheorie kombiniert und so eine Klasse von Stablecoins entwickelt, die sie Electricity Stablecoin (E-Stablecoin) nennen. Diese sollen Energie in Form von Information übertragen. Maxwell Murialdo und Jonathan L. Belof sagen, ihre Innovation würde es ermöglichen, Strom ohne physische Kabel oder ein Netz übertragen und einen vollständig besicherten Stablecoin zu schaffen, der an einen physischen Vermögenswert, nämlich Strom, gekoppelt ist und dessen Wert von seinem Nutzen abhängt. 

Den Wissenschaftlern zufolge wird der E-Stablecoin mit einer Kilowattstunde Strom zuzüglich einer Gebühr geprägt. Der Stablecoin könnte dann wie jeder andere Stablecoin für Transaktionen verwendet werden oder man kann die Energie durch Verbrennen des Coin nutzen. Auch dafür fällt eine Gebühr an. Der gesamte Prozess wird durch Smart Contracts mit einer dezentralen Datenspeicherwolke gesteuert. Man braucht keine zentrale Stelle, um den Vermögenswert zu verwalten oder auszahlen zu lassen.

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Das wäre das erste Mal, dass ein Stablecoin mit fester Kopplung direkt gegen eine bestimmte Menge eines physischen Vermögenswerts getauscht werden kann, so die Wissenschaftler. Sie erklärten, dass Strom einen sehr stabilen Preis und eine stabile Nachfrage habe, und dass der Strom, der für die Prägung von E-Stablecoins verwendet wird, nachhaltig sei. Investoren könnten E-Stablecoins in Regionen mit niedrigen Strompreisen prägen und die Token dort verbrennen, wo der Strom teurer ist.

Murialdo und Belof bezeichneten ihre Arbeit als Konzeptbeweis und haben ihr Konzept mathematisch nachgewiesen. Um einen funktionierenden E-Stablecoin zu entwickeln, wird man wahrscheinlich weitere Fortschritte machen müssen, um die Geschwindigkeit, die Übertragungsentropie und die Skalierbarkeit von Informationsmaschinen zu erhöhen”, so die Wissenschaftler.

Eine verbesserte Cloud-Speicherung oder eine Alternative dazu wäre ebenfalls erforderlich. Ihre Forschung hat theoretische Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Kryptowährungen ihren Wert bekommen, so die Autoren. Ihre Arbeit wurde am Montag in der Fachzeitschrift Cryptoeconomic Systems veröffentlicht.

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