Wer sind die Bürgen hinter der Kaution für Bankman-Fried?

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Acht große Medienunternehmen, darunter Bloomberg, die Financial Times und Reuters, fordern, die Identität der beiden Personen bekanntzumachen, die die Kaution für den ehemaligen FTX-Chef Sam Bankman-Fried in Höhe von 250 Millionen US-Dollar garantiert haben. 

In einem Brief vom 12. Januar an den New Yorker Richter Lewis Kaplan haben die Anwälte von Davis Wright Tremaine LLP im Namen der Medienriesen erklärt, “das Recht der Öffentlichkeit darauf, zu wissen, wer die Bürgen von Bankman-Fried sind, überwiegt deren Recht auf Privatsphäre und Sicherheit”.

“Die Öffentlichkeit hat Interesse daran, zu wissen, wer es ist, der Bankman-Fried finanzielle Unterstützung zugesagt hat.”

“Insbesondere angesichts der Tatsache, dass Bankman-Fried enge Beziehungen mit führenden Personen aus der Finanzbranche, Investoren, prominenten Milliardären aus Silicon Valley und gewählten Abgeordneten hat”, wie die Anwälte weiter erklärten.

Neben den genannten Medienriesen haben auch Associated Press, CNBC, Dow Jones, Insider und die Washington Post sich der Forderung angeschlossen, die Identitäten dieser Personen öffentlich zu machen.

Screenshot des Briefs an Richter Kaplan. Quelle: Davis Wright Tremaine LLP

Die Anwälte argumentierten auch, angesichts der engen Verbindungen von Bankman-Fried mit “einigen der reichsten, mächtigsten und politisch vernetztesten Personen” auf der Welt, könnte eine solche Nicht-Öffentlichmachung das “öffentliche Vertrauen in unsere Regierung Institutionen und politischen Anführer” untergraben.

Die Medienanwälte haben auch erklärt, dass die Bürgen von Ghislaine Maxwell im Fall um Jeffrey Epstein ebenfalls nicht öffentlich gemacht wurden, wobei die mutmaßlichen Wirtschaftsverbrechen, die Bankman-Fried vorgeworfen werden, nicht annähernd so schwerwiegend seien, wie das was Maxwell vorgeworfen wurde:

“Bankman-Fried werden zwar schwerwiegende Wirtschaftsverbrechen vorgeworfen, doch eine öffentliche Verbindung mit ihm bringt nicht annähernd dasselbe Stigma mit sich, wie es beim Prozess um Jeffrey Epstein der Fall gewesen wäre.”

Der Brief ist eine Reaktion auf eine Gerichtsentscheidung vom 3. Januar, in der ein Antrag von Bankman-Fried genehmigt wurde, dass die Namen und persönliche Informationen über seine beiden Bürgen, mit denen er nicht verwandt ist, nicht genannt werden.

Laut einem Reuters-Bericht vom 12. Januar haben die Anwälte von Bankman-Fried zuvor argumentiert, dass die Bürgen von Bankman-Fried ungenannt bleiben sollten, da Joseph Bankman und Barbara Fried, die Eltern und Mitbürgen bei der Kaution in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, seit dem dramatischen Zusammenbruch von FTX Anfang November Drohungen erhalten haben.

Würden die Namen der Bürgen öffentlich gemacht werden, wäre das ein “schwerwiegender Grund zur Besorgnis” für die Sicherheit und das Wohlbefinden dieser beiden Personen, wie die Anwälte von Bankman-Fried erklärten.

Die Medien fordern allerdings nicht nur die öffentliche Nennung der Namen dieser beiden Bürgen.

Mehrere Medienplattformen haben auch gefordert, die Namen der bis zu 9 Millionen Kunden öffentlich zu machen, die in dem Gerichtsverfahren verwickelt sind.

Am 11. Januar hat der zuständige Insolvenzrichter jedoch entschieden, die Informationen über die Gläubiger noch unter Verschluss zu halten.


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