Warum ist der Krypto-Markt heute im Plus?

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Bitcoin (BTC) ist am 10. November um 5 Prozent gestiegen und aufgrund der globalen makroökonomischen Aussichten und der Nachricht, dass FTX allmählich wieder Abhebungen ermöglicht, kommt wieder Zuversicht auf.

Die Krypto- und Aktienmärkte reagierten auf die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI), die eine Inflation von 0,4 Prozent für den Monat und 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zeigen. Der Anstieg fiel damit geringer aus, da 0,6 Prozent für den Monat und 7,9 Prozent im Jahresvergleich erwartet wurden. Aufgrund dieser Nachricht ist der Nasdaq um 6 Prozent gestiegen und hat damit den größten Tageszuwachs seit 2020 verzeichnet.

Nach der Volatilität im Zuge der potentiellen Insolvenz von FTX reagierte der Bitcoin-Kurs auf die positive Nachricht im Zusammenhang mit den wieder möglichen Auszahlungen und den Zuwachs bei den Aktien. Im Zuge dessen ist der innerhalb von Minuten um 1.000 US-Dollar gestiegen.

Nasdaq und Bitcoin 3-Monats-Chart. Quelle: TradingView

Angesichts der Volatilität, die aufgrund der sich weiter entwickelnden Situation um FTX immer noch wahrscheinlich ist, herrscht unter den Krypto-Kommentatoren immer noch eine gewisse Untergangsstimmung. Einige Analysten glauben, dass der Boden für den Krypto-Markt noch nicht erreicht ist.

Die weitere Entwicklung im 4. Quartals bleibt unklar. Einige Analysten gehen nach wie vor davon aus,, dass sich das Jahr 2022 wie beim Bärenmarkt von 2018 entwickeln werde. Gleichzeitig besteht die Hoffnung, dass dieser Abwärtstrend bis Anfang 2023 endgültig überwunden sein wird.

Der Markt hat sich insgesamt positiv entwickelt. Solana (SOL) ist seit dem 9. November um 20 Prozent gestiegen, obwohl der Coin 32,4 Prozent des eingesperrten Gesamtwerts verloren hat.

Wir wollen drei wichtige Faktoren betrachten, die die Stärke des Krypto-Marktes im aktuellen Umfeld beeinflussen.

US-Zentralbank könnte ihre Haltung zu Zinserhöhungen ändern

Als Cointelegraph darüber berichtete, warum der Krypto-Markt im vergangenen Monat erneut Verluste verzeichnete, war die US-Zentralbank der größte Grund.

Es bestehen Bedenken, dass der US-Dollar durch eine unnachgiebige Politik stark bleiben und die Zinsen auf absehbare Zeit in die Höhe schnellen würden. Das wäre das Worst-Case-Szenario für Risikoanlagen.

Gleichzeitig verdichten sich die Gerüchte über die Aussichten auf Zinserhöhungen, da der US-Zentralbank der Handlungsspielraum ausgeht. Nach der Anhebung um 75 Basispunkte im November wird vermutet, dass das ist zu einer Kehrtwende kommen könnte und sie in den folgenden Monaten kleinere Erhöhungen vornehmen wird. Im Jahr 2023 sollte sie dann ganz damit aufhören und wieder Senkungen in Betracht ziehen.

Daher wird jedes Signal, das darauf hindeutet, dass die US-Zentralbank ihre aktuell strenge Haltung aufgeweicht, von den Märkten aufgegriffen.

Laut dem FedWatch Tool der CME Group wird auf der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) von Dezember eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte erwartet.

Chart zu voraussichtlichen Zinsänderungen. Quelle: CME Group

Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen vom 4. November haben die Zuversicht der Bullen bestärkt. Da sie höher als erwartet ausfielen, könnte das bedeuten, dass die Zinserhöhungen die gewünschte Wirkung zeigen und ein Umschwung damit früher als erwartet kommen könnte.

Bitcoin-Volatilität auf Rekordtief

Die Daten von Cointelegraph Markets Pro und TradingView zeigen, dass BTC/USD zu lange ruhig war, nachdem das Paar ein Jahrestief unter 16.000 US-Dollar erreicht hat.

Das ist besonders am Volatilitätsindikator, nämlich den Bollinger Bands zu erkennen, die selten enger beieinander lagen und seit Wochen auf einen Ausbruch hindeuten.

BTC/USD 5-Tage-Kerzenchart (Bitstamp) mit Bollinger Bands Quelle: TradingView

Im letzten Monat fiel die Volatilität von Bitcoin sogar geringer aus, als bei einigen großen Fiat-Währungen. Damit wird BTC eher wie ein Stablecoin als wie ein riskanter Vermögenswert.

Analysten erwarten jedoch seit langem, dass sich der Trend dramatisch ändern wird. Und der Krypto-Markt hat wie üblich nicht enttäuscht.

Der historische Bitcoin-Volatilitätsindex (BVOL) befand sich in letzter Zeit auf mehrjährigen Tiefs, die nur selten erreicht wurden. Dieser signalisierte nun, dass Bitcoin nach wie vor durchaus volatil ist.

“Es ist schon komisch, dass die Volatilität so gering war und wir als Marktteilnehmer so konditioniert sind, dass sich die kleinste Bewegung von 3 Prozent wie eine Bewegung von 15-20 Prozent anfühlt”, wie William Clemente, der Mitbegründer des Kryptoforschungsunternehmens Reflexivity Research, kommentierte.

Bitcoin historischer Volatilitätsindex (BVOL), 1-Wochen-Kerzenchart. Quelle: TradingView

Neues Kapitel für den Dollar?

Nach einem parabolischen Aufwärtstrend im Laufe des Jahres 2022 zeigt der US-Dollar allmählich Anzeichen von Schwäche.

Nach einem parabolischen Aufwärtstrend während des gesamten Jahres 2022 beginnt der US-Dollar gerade erst, Anzeichen von Schwäche zu zeigen.

Der US-Dollar-Index (DXY) erreichte vor kurzem den höchsten Stand seit 2002 und könnte sogar noch weiter steigen. Das geht natürlich zulasten der riskanten Vermögenswerte und großen Währungen.

Der DXY steht jedoch unter Druck. Durch seine Rückgänge konnten Bitcoin und die Altcoins wieder glänzen.

Das verdeutlicht wiederum die starke Korrelation mit den traditionellen Märkten und eine umgekehrte Korrelation mit dem US-Dollar.

“Bitcoin hat jetzt eine Korrelation mit Gold von etwa 0,50. Mitte August lag diese noch bei 0”, so das Handelsunternehmen Barchart im Oktober.

“Zwar sind die Korrelation mit dem $SPX (0,69) und dem $QQQ (0,72) immer noch höher, allerdings sind diese Korrelationen in letzter Zeit zurückgegangen.”

Der Analyst Charles Edwards, Gründer des Krypto-Vermögensverwalters Capriole, bemerkte, dass Bitcoin-Makro-Tiefs oft mit einer steigenden Gold-Korrelation einhergehen.

BTC/XAU-Korrelation, Chart. Quelle: Barchart/Twitter

Insgesamt kann der Krypto-Markt nach Ansicht von Analysten noch einige volatile Tage erwarten. Aber die positive Nachricht, dass FTX die Auszahlungen wieder aufgenommen hat, könnte einen positiven Anstoß geben.

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investment- und Handelsschritt birgt ein Risiko und man sollte gut recherchieren, bevor man eine Entscheidung trifft.




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