Warum Euro-Stablecoins einen schweren Stand haben

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Auf dem Kryptomarkt gibt es mehrere populäre Stablecoins, die an den US-Dollar angebunden sind. Obwohl es auch Stablecoins mit Anbindung an den Euro gibt, stehen diese in der Gunst der Krypto-Nutzer deutlich schlechter da, wie Zahreddine Touag vom Pariser Krypto-Unternehmen Woorton meint.

„Es gibt nicht einen Euro-Stablecoin, der eine hohe Liquidität aufweist“, wie Touag am Donnerstag dahingehend in einer Diskussionsrunde der Pariser Blockchain Week feststellt. Dafür führt er gleich mehrere Gründe an, wobei er als Hauptgrund ansieht, dass es schlicht „sehr teuer ist, einen Euro-Stablecoin zu betreiben“. Dies erklärt er wie folgt:

„Die primäre Einnahmequelle für die Betreiber von US-Dollar basierten Stablecoins ist die Verzinsung, wobei der US-Dollar einen positiven Zins aufweist, während der Zins in Europa negativ ist bzw. lange Zeit negativ war.“

Die These über die Beliebtheit von US-Dollar basierten Stablecoins lässt sich durch einen Blick auf den Kryptomarkt bestätigen. So ist der marktführende Stablecoin Tether (USDT), um den sich aus anderen Gründen immer wieder Kontroversen auftun, an den US-Dollar angebunden. Tether ist inzwischen sogar die viertgrößte Kryptowährung überhaupt mit einer Marktkapitalisierung von fast 20 Mrd. US-Dollar. Weitere große Stablecoins mit Anbindung an den US-Dollar sind der USD Coin (USDC) und der TrueUSD (TUSD), die ebenfalls beträchtliche Marktkapitalisierungen aufweisen.

Die wenigen auf dem Euro basierenden Stablecoins sind weitaus weniger prominent vertreten. Das Krypto-Rankingportal CoinMarketCap führt zwar einen Euro-Stablecoin namens Stasis Euro (EURS), allerdings kommt diese nur auf einen Marktwert von knapp 37 Mio. US-Dollar.

„Der zweite Hauptgrund ist, dass Europa auf dem Kryptomarkt noch ein sehr kleiner Player ist“, wie Touag das schwere Los für europäische Stablecoins weiter verdeutlicht. „Die meisten Innovationen in diesem Bereich kommen nicht aus Europa, sondern die großen Player sitzen in den USA und in Asien“, so der Experte.

Darüber hinaus weist der Stablecoin-Markt eine Art „Winner-Takes-All“ Konstellation auf, denn die hohe Liquidität veranlasst auch Touag und sein Unternehmen dazu, Tether gegenüber kleineren Dollar-Stablecoins wie dem USDC vorzuziehen: „Darum nutzen wir bei Woorton ebenfalls Tether, auch wenn wir den USDC eigentlich lieber mögen, aber Kapitalfluss, Klienten und Kontrahenten sind bei Tether“.


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