Warum Chinas digitaler Yuan nicht so anonym sein darf wie Bargeld

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  • Der chinesische CBDC-Projektleiter glaubt, dass eine Digitalwährung nicht zuviel Anonymität bieten sollte, da das kriminelle Aktivitäten erleichtern würde.
  • Die Privatsphäre ist auch für viele andere CBDC-Projekte eine schwierige Angelegenheit.

Chinas digitale Zentralbankwährung (CBDC) soll nicht so anonym wie Bargeld sein, wie der Leiter des Instituts für digitale Währungen der chinesischen Zentralbank PBoC erklärte.

Der Leiter des Projekts für den digitalen Yuan Mu Changchun hat auf dem 5. Digital China Construction Summit am Montag über das chinesische CBDC-Projekt gesprochen, wie die lokale Wirtschaftsnachrichtenplattform Sina Finance berichtete.

Seit der Einführung des digitalen Yuan im Jahr 2020 habe die chinesische Zentralbank nie vollständige Anonymität für das Projekt angestrebt, so Mu auf der Veranstaltung. Stattdessen habe die PBoC daran gearbeitet, nur begrenzt Anonymität zu ermöglichen, um die weltweiten Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) einzuhalten, so der Projektleiter weiter.

Die chinesischen Behörden sollten auf die CBDC-Daten über Personen zugreifen können, denen eine Straftat vorgeworfen wird, wie Mu noch erklärte. Dem Beamten zufolge ist eine teilweise Anonymität jedoch ein wichtiges Merkmal des digitalen Yuan, da das die Vertraulichkeit von Transaktionen und den Schutz persönlicher Daten gewährleistet.

Eine völlig anonyme CBDC würde jedoch die Vereitelung von Straftaten wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Steuerhinterziehung beeinträchtigen, wie er hinzufügte.

Er betonte auch, Bargeld biete zwar mehr Anonymität, es sei aber in großen Mengen schwieriger tragbar und zu verwenden als eine Digitalwährung. “Da es so unbequem ist, Bargeld mit sich zu führen, wird Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erschwert. Daher ist die Toleranz gegenüber der Anonymität von Bargeld relativ gering”, so der Projektleiter. Außerdem sagte er:

“Die digitale Zentralbankwährung ist tragbarer. Wenn es die gleiche Anonymität wie Bargeld bietet, wird es illegale Transaktionen wie Geldwäsche erheblich leichter machen. Daher sollte die digitale Währung der Zentralbank nicht die gleiche Anonymität wie Bargeld bieten.”

Mu erklärte weiter, die Regulierungsbehörden würden “ernsthafte Konsequenzen” riskieren, wenn sie sich nur auf den Schutz der Privatsphäre konzentrieren und die Risiken im Zusammenhang mit Wirtschaftskriminalität ignorieren. “Freiheit ohne Einschränkung ist keine wahre Freiheit”, fügte er noch hinzu.

Die PBoC hat zwar anonyme Online-Finanztransaktionen abgelehnt, arbeitet aber weiterhin am Schutz der Privatsphäre beim digitalen Yuan. Laut Yi Gang, dem Gouverneur der PBoC, hat der digitale Yuan den Anspruch, mehr Privatsphäre zu bieten als Zahlungs-Apps.

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Das Problem mit dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer hat sich als eines der größten Probleme im Zusammenhang mit CBDC-Projekten auf der ganzen Welt herausgestellt. Die Regulierungsbehörden fragen sich, wie sie die digitale Privatsphäre schützen und gleichzeitig Transaktionen verfolgen können, um illegale Finanzaktivitäten zu verhindern.

Im Mai schlug die Europäische Zentralbank (EZB) in einem Arbeitspapier zum digitalen Euro vor, dass eine “CBDC mit Anonymität” den traditionellen digitalen Zahlungen wie Bankeinlagen vorzuziehen sei. Zu diesem Vorschlag kam es kurz nachdem die EZB eingeräumt hatte, dass es bei den Vorschlägen zum digitalen Euro an Datenschutzoptionen mangelte.


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