Visa beendet Partnerschaft um gemeinsamen Debitkarte mit FTX

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Nur einen Monat nachdem der einflussreiche Zahlungsdienstleister Visa eine Partnerschaft mit der Kryptobörse FTX eingegangen ist, um in 40 Ländern gemeinsame Debitkarten auf den Markt zu bringen, hat Visa die Zusammenarbeit nun wegen der finanziellen Schieflage der Krypto-Handelsplattform beendet.

Die Liquiditätskrise der FTX wurde vergangene Woche dadurch ausgelöst, dass Changpeng Zhao, der Chef der marktführenden Kryptobörse Binance, angekündigt hatte, sämtliche Vermögen der FTX-Kryptowährung FTT abzuverkaufen, was anschließend einen Bankansturm auf die Handelsplattform ausgelöst hat.

Im Oktober, als die Zusammenarbeit zwischen FTX und Visa bekanntgegeben wurde, hatte die firmeneigene Kryptowährung der FTX noch einen Schub von knapp 7 % bekommen und dadurch ein zwischenzeitliches Hoch von 25,62 US-Dollar erreicht. Nach den jüngsten Entwicklungen liegt der FTT nur noch bei schlappen 1,89 US-Dollar.

Nicht zuletzt daran wird deutlich, wie schnell sich das Blatt für die bis vor kurzem noch so wichtige Kryptobörse gewendet hat. Ein regelrechtes Debakel, von dem sich nun auch Geschäftspartner wie Visa abkapseln wollen.

“Die Situation der FTX ist unglücklich und wir beobachten die Lage genau. Bei all unseren Vorstößen in Richtung Kryptowährungen liegt unsere oberste Priorität auf Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit. Wir haben alle Geschäftsvereinbarungen mit FTX gekündigt und auch das Debitkartenprogramm wird eingestellt“, so ein Visa-Sprecher gegenüber Cointelegraph.

Dabei wird die FTX jetzt nicht nur von ehemaligen Partnern fallengelassen, sondern auch von verbundenen Regierungen und Behörden. So hat die Börsenaufsicht von Zypern (CySEC) die Handelsplattform am 11. November angewiesen, ihren Geschäftsbetrieb in Europa gänzlich einzustellen.

Auch der Fintech-Dienstleister Plaid hat der FTX US ihren Zugriff auf den eigenen Service gekappt, wobei die vermeintlich betrügerischen Handlungen der Kryptobörse als „besorgniserregende“ Gründe angegeben werden.


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