Verstärkte Regulierung und Strafverfolgung nötig

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Die Bank von England fordert eine “verstärkte” Regulierung von Kryptowährungen, um potenziellen Risiken für die Finanzstabilität des Landes entgegenzuwirken. Die Krypto-Marktkapitalisierung ist um über 2 Billionen US-Dollar gefallen.

Im “Financial Stability Report — July 2022” des Ausschusses der britischen Zentralbank für Finanzpolitik erklärte die Bank von England, dass Faktoren wie das Wachstum des Kryptomarktes und der Klimawandel keine “unmittelbare Bedrohung” für das Finanzsystem von Großbritannien seien. In Zukunft könnte sich das aber ändern. Vom Ausschuss hieß es, die jüngsten Ereignisse in dieser Branche, wie etwa die extreme Kursvolatilität bei Kryptowährungen, “Liquiditätsungleichgewichte”, das schwindende Vertrauen der Anleger in Stablecoins und die “Auflösung fremdfinanzierter Positionen” könnten die Finanzstabilität bedrohen, wenn diese nicht kontrolliert werden.

“Wenn nicht gegengesteuert wird, würden systemische Risiken entstehen, wenn sich die Kryptoaktivität und ihre Verflechtung mit dem Finanzsystem insgesamt weiter entwickeln”, wie es im Bericht der britischen Zentralbank heißt. “Hier wird deutlich, dass eine verstärkte Regulierung und Strafverfolgung nötig ist, um den Entwicklungen auf diesen Märkten zu begegnen.”

Dem Bericht zufolge gebe es im Kryptobereich eine “Reihe von Schwachstellen”, die zuvor ähnlich eine Rolle bei der Instabilität im traditionellen Finanzwesen gespielt haben. Das habe dazu geführt, dass die Marktkapitalisierung von rund 3 Billionen US-Dollar im Jahr 2021 auf derzeit weniger als 900 Milliarden US-Dollar gefallen ist. Seit seinem letzten Bericht im Dezember 2021 habe der Ausschuss das den Finanzstabilitätsrat dabei unterstützt, die Vorgehensweise in Bezug auf “nicht besicherte Krypto-Assets” mit internationalen Behörden zu koordinieren. Der Ausschuss akzeptiere auch, dass Behörden Krypto als ein mögliches Mittel für Russland betrachten, um Sanktionen zu umgehen.

In einer Pressekonferenz am Dienstag zum Bericht des Ausschusses bekräftigte der Gouverneur der Bank von England Andrew Bailey, dass die jüngsten Entwicklungen auf dem Markt nichts an seiner Ansicht, dass “nicht besicherte” Kryptowährungen keine unmittelbare Bedrohung für das Finanzsystem darstellen, geändert hätten. Der stellvertretende Gouverneur für Finanzstabilität der Zentralbank Jon Cunliffe fügte hinzu, der jüngste Kurseinbruch bei Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) habe keine spürbaren Auswirkungen auf das Finanzsystem des Landes gehabt. Das deute darauf hin, dass der Kryptomarkt noch nicht so groß ist, dass er die traditionellen Märkte wesentlich beeinträchtigen könnte.

“Technologie ändert nichts an den Gesetzen der Wirtschaft, der Finanzen und an den Risiken”, so Cunliffe. “Wenn ein Vermögenswert spekulativ ist und keinen inneren Wert hat – er ist lediglich so viel wert, wie jemand bereit ist dafür zu bezahlen – kann er sehr schnell fallen, wenn das Vertrauen verloren geht. Wenn die Leute das Vertrauen verlieren, weil sie nicht glauben, dass sie ihren Wert erhalten können – denken Sie an Terra, denken Sie an Luna – dann gerät das gesamte System unter Druck.”

Der stellvertretende Gouverneur fügte hinzu:

“Wir müssen jetzt ein Regulierungssystem einführen, das diese Risiken in der Kryptowelt auf die gleiche Weise handhabt wie in der traditionellen Welt.”

Die US-Finanzministerin Janet Yellen ist sich in diesen Punkten mit der Bank von England einig. Nachdem TerraUSD (UST) im Mai seine Kopplung an den US-Dollar verloren hatte und Tether (USDT) kurzzeitig unter 1 US-Dollar fiel, sagte Yellen, der Stablecoin-Markt sei noch nicht so groß, dass ein Kurseinbruch eine Bedrohung für die Finanzstabilität des Landes darstellen würde. Dennoch berge das ähnliche Risiken wie ein Ansturm auf Banken.

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