US-Zentralbanker erklärt die Notwendigkeit der Krypto-Regulierung

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Christopher Waller, ein Gouverneur aus dem Direktorium der amerikanischen Zentralbank, hat im Rahmen der SNB-CIF Conference on Cryptoassets and Financial Innovation in Zürich betont, dass es eine Regulierung der Kryptobranche braucht, damit diese die lang ersehnte Massentauglichkeit erreichen kann. So könnten Finanzintermediäre zwar die Risiken für Krypto-Anleger reduzieren, aber diese nie ganz eliminieren, allerdings bräuchten innovative Finanzprodukte zwangsläufig das Vertrauen der Nutzer, um sich etablieren zu können.

Um sein Argument zu untermauern, verweist der Zentralbanker auf historische Vergleiche im Zusammenspiel zwischen Innovation, Regulierung und Wertschöpfung. „Neue Technologie – und das Fehlen klarer Regeln – hat meist dazu geführt, dass zwar neue Vermögen gebildet wurden, aber viele bestehende wurden vernichtet“, wie Waller entsprechend zu bedenken gibt.

Während erfahrene Investoren wissen, wie sie sich auf unregulierten Märkten zu verhalten haben und vielleicht gar keine Regulierung wünschen, mangelt es ohne Regulierung jedoch noch klar an Vertrauen der breiten Masse. Dahingehend verweist Waller auf eine aktuelle Studie der „Federal Reserve“, die belegt, dass bisher erst 12 % der US-Amerikaner Kryptowährungen besitzen, wobei 99 % davon aus Investitionsgründen mit diesen hantieren.

Für Finanzintermediäre ist eine Regulierung wiederum wünschenswert, weil diese ansonsten Gefahr laufen, von unerfahrenen Krypto-Anlegern haftbar gemacht zu werden. So erklärt der Zentralbanker: „Wenn Kleinanleger ihre Ersparnisse verlieren, nur weil sie in einem gehypten Markt mit dabei sein wollen, dann könnte die Stimmung schnell kippen.“

Daraus könnten sich wiederum Forderungen ergeben, dass Verluste von der Gemeinschaft getragen werden, wie erst jüngst im Fall Terra (LUNA) geschehen, denn nachdem viele Krypto-Anleger durch den Crash des Projekts massive finanzielle Schäden erlitten hatten, wuchs schnell der Druck, dass Kleinanleger Schadensersatzzahlungen erhalten. Um derartige Situationen im Voraus zu verhindern, brauche es effektive Regulierung, so Waller.

Abschließend fasst der Fed-Gouverneur zusammen:

„Es geht gar nicht darum, was die erfahrenen Krypto-Anleger brauchen, sondern darum, was die breite Öffentlichkeit braucht, um Vertrauen in das Ökosystem zu bekommen, denn Vertrauen ist letztendlich nicht programmierbar.“

 

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