US-Staatsanwaltschaft schaltet Informationswebseite für Opfer von FTX online

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Die amerikanische Staatsanwaltschaft im Southern District of New York (SDNY) hat eine gesonderte Webseite eingerichtet, auf der sich die Opfer von Sam Bankman-Fried (SBF) bzw. dessen ehemaliger Kryptobörse FTX melden und sich über den aktuellen Prozessstand informieren können.

Die Assistierende Staatsanwältin Danielle Sassoon hat das zuständige Bundesgericht am 6. Januar entsprechend darum gebeten, die etwaigen Betrugsopfer der FTX über den Fall informieren zu dürfen. Laut den Ausführungen von Sassoon geht die Staatsanwaltschaft dabei einen „alternativen Weg“, indem am gestrigen 6. Januar die besagte Webseite online geschaltet wurde.

Diesen Schritt begründet die Staatsanwaltschaft damit, dass im Fall der FTX potenziell mehr als 1 Million Opfer gibt, was es in der Praxis wiederum nahezu unmöglich macht, alle Geschädigten auf traditionelle Art und Weise zu informieren, „ohne die Abläufe in dieser Sache unnötig zu verkomplizieren“. Der vorsitzende Richter Lewis Kaplan stimmte dieser Argumentation zu und erlaubt die Einrichtung der Webseite.

„Falls Sie das Gefühl haben, dass Sie ein Opfer von Samuel Bankman-Fried – auch bekannt als ‘SBF’ – sind, dann melden Sie sich bitte bei der Koordinationsstelle der US-Staatsanwaltschaft“, wie es in der Online-Benachrichtigung heißt.

Des Weiteren führt die SDNY auf ihrer Webseite aus, dass gegen Bankman-Fried in acht Punkten strafrechtliche Anklage erhoben wurde und welche Rechte die Opfer nach dem amerikanischen Bundesgesetz dadurch haben. Darunter zum Beispiel das Recht, über die öffentliche Verhandlung und Verhandlungen über eine eventuelle Einigung mit Bankman-Fried informiert zu werden.

Nach seiner Auslieferung durch die Bahamas an die USA hat sich Bankman-Fried vor Gericht für nicht schuldig in allen Anklagepunkten erklärt. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC und die Handelsaufsicht CFTC haben bereits weitere Klagen gegen den früheren FTX-Chef angekündigt. Dessen ehemalige Mitstreiter Alameda-Chefin Caroline Ellison und FTX-Mitgründer Gary Wang haben sich derweil bereits schuldig bekannt und sind Einigungen mit der Staatsanwaltschaft eingegangen.

Unterdessen wird in einem gesonderten Verfahren die Insolvenz der FTX Group verhandelt. Hier ist die nächste Anhörung für den 11. Januar angesetzt. Im Rahmen dieser Verhandlungen hat das US-Justizministerium 450 Mio. US-Dollar an Robinhood-Aktien konfisziert, auf die Bankman-Fried nun allerdings Anspruch erhebt, um seine Strafverteidiger bezahlen zu können.


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