US-Senatorin Lummis drängt wegen FTX und Binance auf Krypto-Regulierung

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Das anhaltende Drama zwischen den beiden Geschäftsführern der großen Kryptobörsen FTX und Binance – also Sam Bankman-Fried (SBF) und Changpeng „CZ“ Zhao – hat nicht nur die Kurse auf dem Kryptomarkt in Aufruhr versetzt, sondern auch die Politik.

Seit CZ angekündigt hat, dass seine marktführende Kryptobörse ihre Krypto-Vermögen in Form der FTX-Kryptowährung FTX Token (FTT) abverkaufen wolle, sind viele Krypto-Nutzer dem vorausgeeilt und haben ihre FTT verkauft, um Kursverluste zu vermeiden. Dieser Abwärtssog hat die Kryptowährung der zweitgrößten Handelsplattform um 86 % einbrechen lassen, was einen Rückgang von 22 US-Dollar auf nur noch 3 US-Dollar in wenigen Stunden zur Folge hatte.

FTX Token (FTT) Kurseinbruch von über 86 %. Quelle: TradingView

Am Abend gab CZ dann jedoch bekannt, dass die Binance eine Übernahme der FTX erwägt, wobei Bankman-Fried diesen Plänen allein schon zum Anlegerschutz zustimmen würde. Die amerikanische Senatorin Cynthia Lummis, die eigentlich als Fürsprecherin der Kryptobranche gilt, hat sich nun zu Wort gemeldet, um auf die dramatischen Entwicklungen zu reagieren:

„Die jüngsten Entwicklungen zwischen der FTX und Binance sind das deutlichste Beispiel dafür, dass wir einen klaren Gesetzesrahmen für digitale Vermögenswerte in den USA brauchen.“

In diesem Kontext verweist sie auf den von ihr eingebrachten Gesetzentwurf namens Lummis-Gillibrand Responsible Financial Innovation Act, der allen voran für eine bessere Regulierung der Kryptobranche sorgen will.

Angesichts der Tatsache, welch massiven Einfluss wichtige Branchenköpfe mit nur ein paar Tweets auf den Kryptomarkt nehmen können, schreibt die Politikerin:

„Marktmanipulation, Kreditvergabemechanismen und ein unzureichender Schutz der Nutzergelder sind einige der Probleme, die meine Kollegen und ich in den nächsten Tagen ins Visier nehmen müssen.“

Doch nicht nur für den Markt und die Anleger ist der Liquiditätsengpass der FTX verheerend, denn auch Sam Bankman-Fried höchstselbst muss heftig leiden. So ist dessen Privatvermögen quasi über Nacht auf dem Papier um satte 94 % geschrumpft.

Vor der Ankündigung durch Zhao war der Anteil des FTX-Gründers an der Plattform in Höhe von 53 % noch 6,2 Mrd. US-Dollar wert und nun hat SBF seinen Status als Milliardär eingebüßt.


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