US-Politik nach FTX-Kollaps unter Druck – Krypto-Regulierung muss her

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Die amerikanische Politik sieht sich nach dem Kollaps der systemrelevanten Kryptobörse FTX gezwungen, einen zweiten Blick auf die Kryptobranche zu werfen und ihren bisherigen Ansatz zu überdenken. Wie das Wall Street Journal entsprechend berichtet, stehen die Politiker des Landes seit der Insolvenzanmeldung der Plattform im November unter Druck, einen angemessen Gesetzesrahmen zu entwickeln.

Dabei sind bereits verschiedenste Vorschläge in Arbeit, die das Bankenrecht, Wertpapierrecht und Steuerrecht auf Kryptowährungen anwenden wollen. Zudem wird die amerikanische Börsenaufsicht SEC – die bisher als wichtigste Behörde beim Umgang mit der Branche gilt – immer mehr dazu aufgefordert, streng gegen ebendiese durchzugreifen.

So soll der US-Abgeordnete Jake Auchincloss in einer parlamentarischen Anhörung zum Thema im Dezember deshalb bereits gefordert haben, dass es „Zeit für Blockchain-Investoren und Unternehmer ist, Dinge zu entwickeln, die einen Mehrwert liefern“, da sie ansonsten nur noch mehr an Glaubwürdigkeit verlieren würden. In 14 Jahren hätte die Kryptobranche bisher nur „Whitepaper und Podcasts“ hervorgebracht.

Auch Senator Roger Marshall, der sich eigentlich für das Potenzial der Blockchain-Technologie einsetzt, erwartet eine strengere Regulierung, so meint er mit Blick auf den Kryptomarkt: „Irgendjemand muss mich erst noch überzeugen, dass das alles nicht nur ein großes Pyramidensystem ist.“

Doch es gibt immer noch einige wenige Politiker wie den Abgeordneten Patrick McHenry, die sich trotz aller Verwerfungen für Krypto einsetzen. So weist letzterer darauf hin, dass es notwendig ist, „die Missetaten einer einzelnen Person von einer ganzen Branche und einer Innovation abzutrennen“. Da McHenry bald den parlamentarischen Finanzausschuss leiten wird, hat dessen Stimme durchaus Gewicht.

Allerdings sollte erwähnt werden, dass der frühere FTX-Chef Sam Bankman-Fried (SBF) fleißig Lobbyarbeit in Washington betrieben hat. Ganz besonders im Fokus stand für ihn ein Gesetzentwurf, der die Regulierung von Kryptowährungen in die Hände der US-Handelsaufsicht CFTC legen soll. Angesichts der jüngsten Entwicklungen um den einst einflussreichen Krypto-Unternehmer ist dieser Entwurf jedoch zunächst wohl auf Eis gelegt.

Wie Cointelegraph berichtet, hat Bankman-Fried nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seinem Geldbeutel Einfluss auf die US-Politik genommen. So hat SBF beträchtliche Spenden an beide Seiten gemacht. Für den Wahlkampf 2024 hatte der FTX-Chef sogar bis zu 1 Mrd. US-Dollar an Spendengeldern versprochen.

Die Spenden-Datenbank Open Secrets führt Bankman-Fried als den sechstgrößten Spender im Wahlkampf 2021 – 2022 mit politischen Finanzspritzen von insgesamt 39,8 Mio. US-Dollar für einzelne Politiker und deren Parteien.


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