US-Börsenaufsicht fordert Urteil gegen Kryptowährung des Kik-Messengers

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Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat das zuständige Gericht zu einer Urteilsfindung in ihrem Prozess gegen den Messenger-Dienst Kik aufgefordert. In dem betreffenden Verfahren geht es um den Verkauft der Kryptowährung KIN, durch den das Unternehmen 2017 100 Mio. US-Dollar Investitionskapital einsammeln konnte.

Die SEC hatte den Fall 2019 vor Gericht gebracht, wobei die Behörde argumentiert, dass es sich bei dem Verkauf der Kryptowährung um einen unerlaubten Verkauf von Wertpapieren handelt. Der Messenger-Dienst Kik entgegnet jedoch, dass es sich bei KIN um eine Währung handelt und nicht um ein Wertpapier. Dementsprechend könne die SEC „keine eindeutigen Beweise“ vorbringen, um dies zu belegen. In der Anklageschrift der SEC heißt es:

„Der Token-Verkauf der Kin im Jahr 2017 konstituiert den Verkauf von Investitionskontrakten an die Öffentlichkeit, ohne dass dieser von der SEC freigegeben wurde und ohne, dass eine entsprechende Ausnahmegenehmigung nach dem Wertpapiergesetz beantragt wurde.“

Kik hatte im Rahmen des Token-Verkaufs mehr als 500 Mrd. Einheiten der Kryptowährung veräußert und dadurch im September 2017 100 Mio. US-Dollar an Investitionskapital eingenommen.

Unerlaubter Verkauf von Wertpapieren?

Die Börsenaufsicht legt dem Unternehmen zur Last, dass es bei seinen Anlegern damit geworben hätte, dass der Kurs von KIN an Wert gewinnt, solange die Nachfrage steigt. Dies verstößt jedoch gegen das amerikanische Wertpapierrecht, da für Anleger damit „garantierte“ Gewinne in Aussicht gestellt wurden.

In diesem Zusammenhang soll der Messenger-Dienst vorgegeben haben, „hart daran zu arbeiten, dass diese Nachfrage angekurbelt wird“, was der SEC ebenfalls sauer aufstößt.

SEC fordert Verbot

Alles in allem kommt die SEC bezüglich des Token-Verkaufs von Kik zu dem Schluss, dass das Unternehmen „Tausenden Anlegern die ihnen zustehenden Rechte und Informationen vorenthalten hat“.

Deshalb fordert die Aufsichtsbehörde ein permanentes Verbot der Kryptowährung, die Rückzahlung der „illegal erhaltenen Gewinne“ und Strafzahlungen.

Als abschließendes Argument bring die SEC vor, dass Kik mit der Kryptowährung versucht hätte, die hohen Verluste aus dem Betrieb des firmeneigenen Messenger-Dienstes auszugleichen.

Prozess zwingt Kik in die Knie

Durch den Prozess hat sich die finanzielle Lage von Kik noch weiter verschlechtert, weshalb sie vergangenen September angekündigt hatte, ihren kostenlosen Messenger einstellen zu wollen.

Im Folgemonat wurde der Messenger-Service dann allerdings von der amerikanischen Firma MediaLab aufgekauft.


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