US-Behörden nehmen FTX-Chefentwickler Nishad Singh ins Visier

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Die amerikanische Börsenaufsicht SEC, die amerikanische Handelsaufsicht CFTC und die amerikanische Generalstaatsanwaltschaft ermitteln allesamt gegen den früheren FTX-Chefentwickler Nishad Singh und dessen Rolle im Betrugsfall der gescheiterten Kryptobörse.

Wie Bloomberg am 5. Januar berichtet, haben die US-Behörden inzwischen auch den Kreis der engsten Vertrauten von FTX-Chef Sam Bankman-Fried (SBF) ins Visier genommen. Bankman-Fried hat zwar kürzlich auf nicht schuldig plädiert, doch Caroline Ellison, die ehemalige Chefin der FTX-Schwesterfirma Alameda Research, und FTX-Mitgründer Gary Wang haben bereits Einigungen mit der Staatsanwaltschaft erzielt und Betrug eingeräumt.

Noch ist unklar, welche Rolle Singh im Konstrukt der kriminellen Machenschaften der FTX gespielt hat. Immerhin soll der Chefentwickler Teil der Chatgruppe mehrerer Führungskräfte gewesen sein, die zynischerweise den Namen „Anlagebetrug“ hatte. Hier sollen Ellison, Bankman-Fried, Wang und weitere unter anderem die Verbindungen zwischen FTX und Alameda geplant und besprochen haben. Auch Singh lebte in dieser Zeit auf den Bahamas im Zentrum der Macht der FTX.

Während der eigentliche Prozess gegen Bankman-Fried erst am 2. Oktober beginnt, hat die Staatsanwaltschaft des Southern District of New York – wo der Fall FTX verhandelt wird – am 4. Januar die Gründung einer Task-Force angekündigt, die die verlorengegangen Gelder der Kryptobörse aufspüren und weitere Details zum Kollaps der großen Kryptobörse herausfinden soll.

Ein Teil der Anschuldigungen gegen die FTX und deren Geschäftsführer ist, dass die Gruppe Kundengelder von der Kryptobörse zur Alameda Research verschoben hat, um diese für Investitionen oder eigene Zwecke zu missbrauchen. Alameda-Chefin Ellison hat bereits zugegeben, dass ihre Firma quasi einen ungedeckelten Kreditrahmen bei der FTX hatte.

Der FTX-Konzern hat am 11. November Insolvenz im US-Bundesstaat Delaware beantragt. Die nächste Anhörung in dem Insolvenzverfahren ist für den 11. Januar angesetzt. Laut den bisher vorhandenen Gerichtsdokumenten soll Alameda wiederum private Kredite in Höhe von 1 Mrd. US-Dollar und 543 Mio. US-Dollar an Bankman-Fried und Singh vergeben haben.




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