Transaktionsumsätze von Coinbase brechen im Q3 um 44 Prozent ein

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Die Kryptobörse Coinbase hat im dritten Quartal einen massiven Rückgang ihrer Transaktionsumsätze festgestellt, der maßgeblich durch die anhaltende Krise auf dem ganzen Kryptomarkt bedingt ist. Immerhin konnte die Handelsplattform im Q3 ihre Verluste im Vergleich zum vorherigen Jahresviertel nahezu um die Hälfte kürzen.

Wie aus dem Aktionärsbrief des Krypto-Unternehmens vom 3. November hervorgeht, ist der Transaktionsumsatz entsprechend von 655,2 Mio. US-Dollar im Q2 auf 365,9 Mio. US-Dollar gefallen, was ein dickes Minus von 44 % bedeutet.

Als hauptsächliche Gründe gibt das Unternehmen die makroökonomische Gesamtlage an. So ist die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarktes in dieser Zeit ebenfalls um 30 % eingebrochen und angesichts mangelnder rechtlicher Klarheit verlagert sich das Handelsvolumen des Marktes zudem immer weiter von den USA ins Ausland.

Auch der Umstand, dass immer mehr Kleinanleger ihre Krypto-Vermögen halten, während professionelle Trader im Bärenmarkt auf andere Plattformen ausweichen, die komplexere Finanzprodukte offerieren, erschwert laut Coinbase den eigenen Stand.

Gründer und Geschäftsführer Brian Armstrong gibt sich in der Pressekonferenz zum Quartalsbericht dennoch optimistisch, denn besonders zukünftige Verbesserungen der rechtlichen Lage könnten „der wichtigste Schlüssel“ für weiteres Wachstum der Branche sein und die Kurse wieder nach oben treiben. Dahingehend führt er aus:

„Ich glaube, dass es an irgendeinem Punkt die Chance gibt, dass sich die Kurse des Kryptomarktes potenziell von der Gesamtwirtschaftslage entkoppeln. Wir wissen nicht, ob es so kommt, aber ich denke, dass rechtliche Klarheit eine der treibenden Kräfte sein kann, damit es in diese Richtung geht.“

Im Rahmen der Pressekonferenz zum Quartalsbericht wurde Coinbase-Finanzchefin Alesia Haas gefragt, ob das letzte Quartal für die Kryptobörse dennoch finanziell positiv werden könnte.

Haas entgegnete, dass dies nicht der hauptsächliche Fokus ist, sondern dass im aktuellen Marktzyklus vornehmlich in Wachstum investiert werden soll, während Verluste minimiert werden. In diesem Kontext erklärt sie:

„Wenn wir in einem Bullenmarkt sind, dann werden wir Profit machen, und wenn wir in einem Bärenmarkt sind, dann machen wir leichte Verluste.“

Diese Strategie scheint die Kryptobörse erfolgreich umzusetzen, denn wie der aktuelle Quartalsbericht zeigt, konnten die Betriebskosten gegenüber dem vorherigen Quartal um 38 % reduziert werden.

Insgesamt weist Coinbase für das Q3 einen Umsatz von 576,4 Mio. US-Dollar aus, was einen Rückgang von 28 % gegenüber dem Q2 bedeutet. Die Nettoverluste konnten wiederum um satte 50 % auf 544,6 Mio. US-Dollar gesenkt werden.

Laut den Erklärungen der Kryptobörse konnten die fehlenden Transaktionsumsätze teilweise durch eine Zunahme an Abonnements und Servicegebühren aufgefangen werden, die allen voran aus Staking und Verwahrungsdienstleistungen stammen. Hier wurde gegenüber dem vorherigen Jahresviertel wiederum ein Zuwachs von 43 % verzeichnet.

Die Coinbase-Aktie ist nach Veröffentlichung des Quartalsberichtes um mehr als 8 % abgerutscht. Wenig verwunderlich, denn der tatsächliche Umsatz liegt deutlich unter den von Bloomberg prognostizierten 649,2 Mio. US-Dollar.


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