Tether-CTO sieht Stablecoins als „perfektes Trojanisches Pferd“ für Bitcoin

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Im Rahmen des Paris Blockchain Week Summit (PBWS), die im ehemaligen Gebäude der Pariser Börse stattfindet, hat sich Cointelegraph-Reporter Joe Hall mit Paolo Ardoino, dem Technischen Direktor der beiden einflussreichen Krypto-Unternehmen Bitfinex und Tether, zum Gespräch getroffen.

Ardoino, der im vergangenen Jahr von Cointelegraph auf Platz 88 der 100 wichtigsten Krypto-Unternehmer gerankt wurde, ist mit seinem Wirken maßgeblich am rasanten Wachstum der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) beteiligt. Im Interview äußerte sich der führende Branchenkopf nun zu einer Reihe von Themen, darunter unter anderem die Einführung von Bitcoin und Tether als legale Zahlungsmittel in der Schweizer Stadt Lugano, die Skalierbarkeit von beliebten Blockchain-Netzwerken und das Potenzial der Bitcoin-Adoption durch Nationalstaaten.

So ist die Stadt Lugano, die als eines der wichtigsten Finanzzentren der Schweiz bekannt ist, Anfang März eine Partnerschaft mit dem Stablecoin-Herausgeber Tether eingegangen, um gemeinsam ein 3 Mio. Schweizer Franken (CHF) schweres Förderprogramm für die Blockchain-Technologie und Digitalwährungen ins Leben zu rufen.

Im Zuge dessen können ab sofort Bitcoin (BTC), Tether (USDT) und der stadteigene Krypto-Token LVGA von der Bevölkerung von Lugano als Zahlungsmittel für Steuern oder bestimmte Güter und Dienstleistungen der öffentlichen Hand genutzt werden.

Zusätzlich soll für 100 Mio. Schweizer Franken ein Bildungsprogramm auf die Beine gestellt werden, das Fachwissen über Blockchain und Krypto an den drei Universitäten von Lugano fördert und das Wachstum von Blockchain-Startups unterstützt:

„Schon einen Monat nach unserer Ankündigung haben wir zusammen mit der Stadt eine Arbeitsgruppe für Steuern, Rechtsfragen und Unternehmensberatung gegründet, die bereits mit 25 bis 30 verschiedenen Unternehmen und Startups aus der Branche zusammenarbeitet.“

Wie Ardoino erklärt, sind die betreffenden Unternehmen sowohl von innerhalb der Schweiz als auch aus anderen Ländern wie Indien und Singapur nach Lugano umgesiedelt, um die Hilfe der Förderungen in Anspruch zu nehmen. Die betreffenden Startups sollen als eine Art „Musterbeispiele“ für andere Unternehmen dienen, die in der Zukunft einen ähnlichen Weg einschlagen wollen.

In Anspielung auf seinen damaligen Tweet, in dem der Ardoino die tagesaktuelle Lokalzeitung mit der Schlagzeile „Cittá affamata di bitcoin“ (Deutsch: „Eine Stadt, die hungrig auf Bitcoin ist“) abgebildet hatte, gibt der Krypto-Unternehmer zu bedenken, dass „Stablecoins das perfekte Trojanische Pferd für Bitcoin sind“, denn die wertstabilen Kryptowährungen könnten den Übergang von Landeswährungen zu Krypto deutlich vereinfachen und so die Tür für den Marktführer öffnen.

Auf die Frage, ob er dementsprechend eine weitere Adoption von Bitcoin in anderen europäischen Ländern und Städten anstrebt, räumt der Tether-CTO ein, dass „wir uns verschiedene Regionen angucken“. Das Interesse der Politik sei bereits vorhanden, denn immer mehr Parlamentarier würden zu den beiden Schwesterunternehmen Kontakt aufnehmen, um sich zu informieren.




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