Terra-Chef Do Kwon mutmaßlich in Montenegro festgenommen

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Laut einer Twitter-Meldung von Filip Adzic, dem Innenminister von Montenegro, wurde am gestrigen 23. März in dem Balkanstaat eine Person festgenommen, die unter Verdacht steht, der flüchtige Terra-Chef Do Kwon zu sein. Das montenegrinische Nachrichtenportal Vijesti hat inzwischen bestätigt, dass die betreffende Twitter-Meldung tatsächlich vom Innenminister stammt und dass es sich bei der festgenommenen Person um einen südkoreanischen Staatsbürger handelt.

Am selben Tag hat die südkoreanische Yonhap News Agency zudem berichtet, dass die Behörden auf Grund von Foto, Namen, Nationalität und Alter anhand eines Ausweisdokumentes verifizieren konnten, dass die Person Do Kwon, der ehemalige CEO von TerraformLabs, ist. Auch Han Mo, der Assistent des früheren Krypto-Unternehmers, soll in der Stadt Podgorica festgenommen worden sein, was diese These weiter stützt. Allerdings gibt die Polizei von Südkorea an, dass sie zunächst die Fingerabdrücke von den Kollegen aus Montenegro abwarten will, ehe sie final bestätigen kann, dass es sich bei den beiden Individuen um Kwon und Mo handelt. Die südkoreanischen Behörden hatten den Reisepass von Kwon im Oktober 2022 eigentlich für ungültig erklärt.

„Die Polizei von Montenegro hat eine Person festgenommen, die verdächtigt wird, eine der meistgesuchten Verbrecher der Welt zu sein, der südkoreanische Staatsbürger Do Kwon, auch bekannt als Mitgründer und Geschäftsführer der in Singapur ansässigen Terraform Labs.“

Wie Adzic ausführt, wurde der vermeintliche „Krypto-King“ am Flughafen von Podgorica mit „gefälschten Ausweisdokumenten“ erwischt, woraufhin die Behörden nun die Identitätsprüfung abwarten. Montenegro liegt südlich von Serbien und teilt sich mit dem Land eine Grenze. Dies ist von Bedeutung, weil südkoreanische Ermittler seit Dezember 2022 vermuten, dass sich Kwon in Serbien versteckt, denn in dem Balkanstaat gibt es kein Auslieferungsabkommen mit Südkorea. Am 26. September 2022 hatte die Interpol bereits eine sogenannte Red Notice gegen Kwon wegen dessen Rolle im Zusammenhang mit dem Kollaps des 40 Mrd. US-Dollar schweren Krypto-Projekts Terra (LUNA) im Mai 2022 verhängt.

Montenegro hat ebenfalls keine Auslieferungsabkommen mit Singapur und Südkorea, dafür jedoch mit den USA und ist in der Vergangenheit schon mehrfach dahingehenden Anträgen nachgekommen. Kwon hat zwar beträchtliche Zeit in den Vereinigten Staaten verbracht, jedoch ist unklar, ob er auch amerikanischer Staatsbürger ist, einen dauerhaften Wohnsitz in dem Land oder explizit Verbrechen gegen US-Amerikaner verübt hat, sodass er hierhin ausgeliefert werden könnte.

Am 16. Februar 2023 hatte die amerikanische Börsenaufsicht SEC dem früheren Terra-Chef zur Last gelegt, „einen mehrere Milliarden Dollar schweren Betrug über einen algorithmischen Stablecoin und andere Kryptowährungen orchestriert zu haben. Seit März ermittelt auch das US-Justizministerium im Hinblick auf die kritische Rolle, die Kwon beim Zusammenbruch von Terra gespielt hat. Jedoch wurde in den USA bisher noch keine Anklage in einem Strafverfahren gegen Do Kwon eingereicht.




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