Südkorea nimmt erste Person aus der Geschäftsführung von Terra fest

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Nach mehreren Monaten an Ermittlungen ohne eine einzige Festnahme und mit dem vermeintlichen Drahtzieher weiterhin auf der Flucht, ist es den südkoreanischen Polizeibehörden nun endlich gelungen, eine erste Person in Verbindung mit dem spektakulär gescheiterten Blockchain-Projekt Terra zu verhaften.

Wie die südkoreanischen Medien am heutigen 6. Oktober dementsprechend berichten, konnte Yoo Mo, der Leiter der Geschäftsabteilung von Terraform Labs, nun festgenommen werden. Der zuständige Staatsanwalt Choi Sung-kook hat die Festnahme gegenüber Forkast inzwischen bestätigt.

Am gestrigen 5. Oktober hatte die Staatsanwaltschaft von Seoul Haftbefehl gegen Yoo erlassen, in dem diesem vorgeworfen wird, gegen das geltende Kapitalmarktrecht des Landes verstoßen und Betrug begangen zu haben, indem Yoo an der Kursmanipulation des firmeneigenen Stablecoins TerraUSD (UST) beteiligt war. Genaue Details zur Festnahme hat die Staatsanwaltschaft bisher nicht bekanntgegeben.

Gegen Terra-Gründer Do Kwon, zu dessen innerem Zirkel Yoo gehören soll, wurde bereits im September Haftbefehl erlassen. Da sicher dieser jedoch noch immer auf freiem Fuß befindet, hat Interpol am 26. September auf Bitte der südkoreanischen Behörden eine sogenannte „rote Ausschreibung“ gegen Kwon erlassen, durch die dieser ab sofort auf der ganzen Welt gesucht wird.

Ein Sprecher von Terraform Labs moniert derweil, dass die Ermittlungen in Südkorea gegen das Management der Firma zum Politikum geworden wären, weshalb auch die Definitionen des Wertpapierrechts ausgeweitet würden, um dem öffentlichen Druck nachzugeben. Der knapp 40 Mrd. US-Dollar schwere Zusammenbruch des Terra-Ökosystems im Mai 2022 hat zu einem regelrechten Dominoeffekt im Kryptomarkt geführt, insgesamt mehrere Billionen Dollar ausgelöscht hat.

Bisher gibt es in Südkorea noch keine konkrete Rechtslage für den Umgang mit Wertpapieren, die über eine Blockchain herausgegeben werden (wie z.B. Kryptowährungen), doch das Land arbeitet bereits unter Hochdruck an einer Regulierung des Sektors.


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