Südkorea bittet Interpol um „Rote Ausschreibung“ für flüchtigen Terra-Chef Do Kwon

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Die südkoreanischen Strafverfolgungsbehörden haben Interpol um Mithilfe im Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Terra-Mitgründer Do Kwon gebeten. So soll die internationale Polizeibehörde nun eine sogenannte „Rote Ausschreibung“ gegen Kwon verhängen, durch die dieser weltweit zur Fahndung ausgeschrieben wäre.

Wie die Financial Times entsprechend am heutigen Montag berichtet, hat die Staatsanwaltschaft der südkoreanischen Hauptstadt Seoul bei der Interpol „den Prozess eingeleitet“, um die „Red Notice“ gegen Kwon zu erwirken. Die Behörde hatte dem ehemaligen Terra-Gründer zuvor bereits seinen Pass entzogen, kann diesen allerdings nicht selbst festnehmen, da sich Kwon in Singapur aufhält. Durch eine „Rote Ausschreibung“ wäre die Polizei von Singapur dazu angehalten, den Krypto-Unternehmer festzunehmen und bis zu einer möglichen Auslieferung zu inhaftieren, jedoch kann Interpol die Befolgung der Ausschreibung nicht forcieren.

„Wir tun unser Bestes, um Herrn Kwon ausfindig zu machen und festzunehmen“, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft von Seoul betont. Und weiter: „Er ist eindeutig auf der Flucht, denn während des Zusammenbruches seines Unternehmens haben auch mehrere andere wichtige Köpfe die Firma verlassen.“

Kwon ist trotz der Strafverfolgung weiterhin in den sozialen Medien aktiv. Wie Cointelegraph berichtet hat, gibt der Terra-Chef an, dass er „nicht auf der Flucht ist oder ähnliches vorhat“, seinen genauen Aufenthaltsort verschweigt Kwon dennoch. Während das Twitter-Profil des Unternehmers darauf schließen lässt, dass sich dieser weiterhin in Singapur befindet, haben die Behörden des Landes am Samstag angegeben, dass sich Kwon nicht länger im Staatsgebiet befindet.

Das Drama um Kwon und Terra hatte im Mai seinen Lauf genommen, als der firmeneigene algorithmische Stablecoin TerraUSD (UST) seine Anbindung zum US-Dollar verloren hat und die zugehörige Kryptowährung Terra (LUNA) gleichsam fast bis auf Null gecrasht hat. Der Zusammenbruch hat einen regelrechten Dominoeffekt in der ganzen Kryptobranche ausgelöst, der auch große Plattformen wie Celsius in die Zahlungsunfähigkeit getrieben hat.

Da das Krypto-Projekt Terra maßgeblich in Südkorea ansässig war, haben die dortigen Behörden nach dem Crash Ermittlungen gegen die Firma und deren Mitarbeiter aufgenommen. Im Zuge dessen wurden auch die Büros der südkoreanischen Kryptobörsen Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und Gopax durchsucht. Am 14. September wurde Kwon dann offiziell zur Fahndung ausgeschrieben, allerdings hat Südkorea kein Auslieferungsabkommen mit Singapur.

Laut Interpol sind aktuell 7.151 von 69.270 Personen auf der Roten Liste öffentlich zur Fahndung ausgesetzt. Bei Redaktionsschluss ist Kwon noch nicht unter den betreffenden Personen geführt.




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