Staatsanwaltschaft pausiert Zivilklage gegen Krypto-Betrüger, Strafverfahren rückt in den Fokus

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Die US-Staatsanwaltschaft hat die Anklage der amerikanischen Börsenaufsicht SEC gegen den Betreiber eines betrügerischen Token-Verkaufs (ICO) in Höhe von 30 Mio. US-Dollar pausiert, da sie befürchtet, dass der Prozess die Integrität weiterer laufender Ermittlungen gegen den Beklagten beeinträchtigen könnte.

Die Staatsanwaltschaft von New Jersey hat am 2. April den entsprechenden Beschluss gefasst.

Integrität des Strafverfahrens soll gewahrt werden

Demnach wurde der Prozess der SEC gegen Boaz Manor, Edith Pardo und die zugehörigen Unternehmen CG Blockchain Inc und BCT Inc nun unterbrochen, um tiefergehende Ermittlungen gegen die Beklagten durchführen zu können.

Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass dieser Schritt notwendig war, damit die Beklagten keine Einsicht in die Ermittlungsunterlagen bekommen können, was im Rahmen des laufenden Verfahrens sonst möglich wäre.

„Die zivilrechtliche Klage sollte sich nicht mit den strafrechtlichen Ermittlungen überschneiden, da die Vorwürfe in beiden Fällen ähnlich sind und sich so für die Beklagten zivilrechtlich die Möglichkeit ergeben könnte, Ermittlungen, die auch für das Strafverfahren relevant sind, einzusehen“, wie die Justizbehörde in diesem Zusammenhang angibt.   

Die Börsenaufsicht SEC wirft Boaz Manor, seinen Geschäftspartner und den zugehörigen Firmen CG Blockchain Inc. und BCT Inc. SEZC vor, sich mit ihrem Token-Verkauf betrügerisch verhalten zu haben und gegen das Wertpapiergesetz verstoßen zu haben.

Während Pardo zunächst festgenommen und später wieder freigelassen wurde, befindet sich Manor noch auf der Flucht. Die Anwälte der beiden Parteien haben sich bereits darauf geeinigt, die zivilrechtliche Klage, die am 12. Januar eingereicht wurde, zu verhandeln.

ICO-Betrüger ist kein unbeschriebenes Blatt

Zwischen 2014 und 2018 sollen die Beklagten mehrere irreführende Falschangaben bezüglich des Unternehmens CG Blockchain gemacht haben. Darunter zum Beispiel, dass 20 Hedgefonds angeblich für das firmeneigene Produkt ComplianceGuard zahlen, das es allerdings nie gegeben hat.

Zudem sollen sie Falschangaben zur kriminellen Vergangenheit von Manor gemacht haben, der zuvor schon eine vierjährige Haftstrafe absitzen musste, da er unrechtmäßig 106 Mio. US-Dollar aus einem kanadischen Hedgefonds abgezweigt hatte.

Im August 2017 hat die CG Blockchain dann ein Initial Coin Offering (ICO), also einen Token-Verkauf, bei dem eine eigene Kryptowährung veräußert wurde, abgehalten, um vermeintliches Investitionskapital für das angebliche Produkt des Unternehmens einzusammeln. Nach acht Monaten wurde das ICO beendet, wobei es den Betrügern bis dahin 30 Mio. US-Dollar in die Kasse gespült hatte.


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