Sind Kryptowährungen „grundlegend rechts“? – Coinbase-CEO widerspricht

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Brian Armstrong, der Mitgründer und Geschäftsführer der börsennotierten Kryptobörse Coinbase, widerspricht auf Twitter mit Nachdruck der Behauptung von Jackson Palmer, einem Mitgründer hinter der beliebten Scherz-Kryptowährung Dogecoin (DOGE), dass Kryptowährungen politisch „grundlegend rechts“ sind.

In einer entsprechenden Diskussion auf Twitter betont Armstrong deshalb die vielen gesellschaftlichen und politischen Vorteile, die Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) mit sich bringen. So wären diese „eine echte Alternative für Menschen, die sich nach mehr Freiheit sehnen“.

Dahingehend stellt der Coinbase-CEO fest, dass die politische Einordnung der Kryptobranche ganz stark von der eigenen Perspektive abhängt. Während für Leute, die sich eine stärkere Regulierung der Branche wünschen, das traditionelle Finanzsystem die passendere Wahl sei, sieht Armstrong in Kryptowährungen den „dringend benötigten frischen Wind“ für Menschen, die die Arbeit von Regierungen als „ineffizient, überambitioniert und unzulänglich“ sehen.

Zudem wären traditionelle Investitionsprodukte im Gegensatz zu Kryptowährungen in der Regel weitaus weniger zugänglich für Kleinanleger, was durch Bestimmungen für den Anlegerschutz bedingt ist:

„Die Bestimmungen für den Anlegerschutz sind ein gutes Beispiel. Die Absicht dahinter ist durchaus sinnvoll, denn damit sollen Menschen vor Betrug geschützt werden. Aber zu welchem Preis? Sie machen es oftmals illegal in Investitionsprodukte zu investieren, sofern man nicht schon reich ist.“

Während traditionelle Investitionsprodukte oftmals nur für „akkreditierte“ Investoren zugänglich sind, bräuchte es bei Kryptowährungen wie Bitcoin für Kleinanleger keine Erlaubnis durch eine Finanzbehörde, was diese zu einer attraktiven Alternative macht. In diesem Zusammenhang führt der Coinbase-Chef aus:

„Genau deshalb hat Bitcoin so viele Menschen reich gemacht. Sie war kein Wertpapier, und die Menschen konnten schon von Anfang an in sie investieren.“

Daraus schlussfolgert Armstrong, dass Kryptowährungen für bessere „Aufstiegschancen und Chancengleichheit“ sorgen. Sie würden zwar nicht das Problem der Ungleichverteilung lösen, doch könnten immerhin ein „offen zugängliches Finanzsystem für die ganze Welt schaffen“.

Die Coinbase ist für ihre politische Neutralität bekannt, denn diese hatte sich die Kryptobörse Ende 2020 explizit auf die Fahne geschrieben.

Dogecoin-Mitgründer Palmer hatte in dieser Woche zur heftigen Kritik an Kryptowährungen ausgeholt, denn diese sind seiner Meinung nach eine „grundlegend rechte, hyperkapitalistische Technologie“, die in sich „Steuerhinterziehung, minimale Regulierung und künstliche Verknappung“ kombiniert.

2018 hatte Palmer eine ähnlich gewagte These aufgestellt, als er meinte, dass der Kryptomarkt auf „die Übersättigung zuläuft“ und der Wert von Kryptowährungen „langfristig gegen Null tendiert“.

Wie mehrfach berichtet, ist der Dogecoin inzwischen eine der beliebtesten Kryptowährungen überhaupt. So konnte das ehemalige Krypto-Projekt von Palmer allein im Q2 2021 knapp 392 % zulegen.




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