„SEC-Klage könnte Zukunft aller Kryptowährungen gefährden“

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Mati Greenspan, seines Zeichens Krypto-Experte und Gründer von Quantum Economics, warnt, dass die jüngste Klage der amerikanischen Börsenaufsicht SEC gegen das DeFi-Projekt LBRY die Zukunft aller Kryptowährungen gefährden könnte.

Wie aus der entsprechenden Klageschrift der SEC vom 29. März hervorgeht, wirft die Aufsichtsbehörde LBRY vor, mit dem Verkauf der zugehörigen Kryptowährung seit 2016 massenweise unrechtmäßigen Wertpapierverkauf begangen zu haben. Das Projekt aus dem Bereich der Dezentralisierten Finanzdienstleistungen (DeFi) bestreitet diese Interpretation jedoch vehement, wobei es entgegnet, dass die eigene Kryptowährung einen Utility-Token, also einen Krypto-Token, der an eine bestimmte Funktion gebunden ist, darstellt. Demnach handele es sich nicht um ein spekulatives Investitionsprodukt.

Dass dieser Fall gar weitreichende Konsequenzen für die gesamte Branche haben könnte, macht Greenspan schon im Titel seines neuen Newsletters deutlich, den er unter der dramatischen Überschrift „Sie dürfen Krypto nicht töten“ veröffentlicht hat. Dementsprechend eindringlich argumentiert er in seinem Appell:

„Falls das Gericht gegen LBRY entscheiden sollte, dann würde das wortwörtlich die Zukunft aller Kryptowährungen gefährden, das betrifft auch Bitcoin und Ether.“

Der Krypto-Experte weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die USA beim Thema Krypto-Regulierung noch deutlich hinterherhinken, weshalb sich die vorliegende Klage zu einem Präzedenzfall entwickeln könnte, der anschließend als Referenz den weiteren Kurs vorgibt:

„Die amerikanischen Gerichte orientieren sich in der Regel an vorherigen Entscheidungen in ähnlichen Fällen, weshalb es eine negative Entscheidung in diesem Fall in zukünftigen Prozessen viel leichter machen würde, Krypto-Projekte und Kryptowährungen kaputt zu machen. Dies betrifft DeFi, Non-Fungible-Tokens (NFTs), Smart Contracts und alles was sonst noch mit Krypto zu tun hat, außer vielleicht Stablecoins.“

Greenspan sieht den einzigen Fehler des DeFi-Projetks darin, sich in den USA niedergelassen zu haben. So meint er gegenüber Cointelegraph, dass die Klage deren „rückwärtsgewandten Regulierungsansatz für vorwärts denkende Innovationen“ verdeutlicht.

Der israelische Krypto-Experte befürchtet zwar nicht, dass ein Sieg der SEC die Innovationsfreude der Kryptobranche insgesamt abtöten wird, doch zumindest für die USA sieht er dann schwarz:

„Dann würden alle Projekte aus den USA abwandern. In Europa und Asien blühen solche Krypto-Projekte schon jetzt regelrecht auf, und diese Technologie schreitet auf der ganzen Welt immer weiter voran. Amerika wird abgehängt.“

LBRY hofft, dass es erst gar nicht so weit kommt. Deshalb entgegnet das Projekt, dass „der Vorwurf der SEC, dass unsere Kryptowährung keinen anderen Zweck als Spekulation hat“, falsch ist. Demnach würden die auf der Plattform vergebenen „Credits“, die zur Debatte stehen, Nutzern vielmehr ermöglichen, Content zu kaufen, zu veröffentlichen und zu belohnen. Dementsprechend wären die LBRY-Credits nicht als Investitionsprodukt anzusehen, weshalb das Projekt wiederholt davon abgeraten hat, die eigene Kryptowährung nur aus diesem Grund zu erwerben.

Greenspan fordert seine Leser abschließend dazu auf, sich auf der Webseite helplbrysavecrypto.com noch tiefer mit dem Fall zu befassen und „die idiotischen Handlungen der amerikanischen Aufsichtsbehörden“ zu verstehen.

Obwohl er zwar lauthals Alarm schlägt, gibt sich der Krypto-Experte gegenüber Cointelegraph zuversichtlich, was den Ausgang des Prozesses angeht:

„Ich hoffe, dass das Gericht die eindeutigen Lücken in der Argumentation der SEC erkennt. LBRY bringt sehr starke Gegenargumente vor, weshalb ich ziemlich optimistisch bin.“


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