Schweizer Denkfabrik will Abstimmung erreichen

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Die gemeinnützige Denkfabrik 2B4CH hilft dem Staat bei der Erforschung von Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Blockchain-Technologie. Diese lanciert nun eine Initiative, in deren Rahmen Bitcoin in die Reserven des Landes aufgenommen werden könnte.

Am Freitag hat die Denkfabrik bekanntgegeben, 100.000 Unterschriften sammeln zu wollen, um eine Eidgenössische Volksinitiative zu starten. Dabei soll Bitcoin in den Artikel 99 Absatz 3 der schweizerischen Bundesverfassung aufgenommen werden.

Die Initiative schlägt konkret vor, Bitcoin zu den Vermögenswerten hinzuzufügen, die die Schweizer Zentralbank hält. Die Bestimmung sollte dann wie folgt geändert werden: “Die Schweizerische Nationalbank bildet aus ihren Erträgen ausreichende Währungsreserven; ein Teil dieser Reserven wird in Gold und Bitcoin gehalten.”

Ob diese Abstimmung erfolgreich ist oder nicht, sei jedoch unwichtig. Die Initiative solle lediglich Unterschriften sammeln, um diesen Vorschlag den Schweizer Bürgern vorzulegen, wie der 2B4CH-Gründer Yves Bennaim gegenüber Cointelegraph erklärte.

“Wenn die Unterschriften gesammelt sind, muss diese Abstimmung, wie im Gesetz festgelegt, durchgeführt werden. Dabei wird es auch Diskussionen geben, durch die letztendlich jeder in der Schweiz und hoffentlich auf der ganzen Welt besser informiert und aufgeklärt wird. Wir wollen damit ein Exempel statuieren”, so Bennaim. “Wir hoffen, dass die Abstimmung erfolgreich enden wird, aber auch wenn nicht, wäre es schon ein Erfolg, wenn dieses Thema öffentlich diskutiert wird”, wie er weiter erklärte.

Hat die Abstimmung Erfolg, muss die Schweizer Nationalbank sich darüber informieren, wie sie Bitcoin in die Reserven hinzufügen und auf die “beste und sicherste Art” aufbewahren kann. Damit wäre die Schweiz eines der führenden Länder weltweit in der Branche. Auch die Wirtschaft des Landes virtuell auf vielen Ebenen davon profitieren, so Bennaim weiter. Er fügte hinzu:

“Ein solcher Zusatz in der Verfassung hätte auf die Leute in der Schweiz ähnliche Auswirkungen, wie Silicon Valley und die Londoner Börse in ihren jeweiligen Ländern den Bürgern Vorteile gebracht haben.”

Bennaim zufolge, sei 2B4CH immer noch dabei, das Projekt erst vorzubereiten. Das Interesse an dieser Initiative wird derzeit geprüft. Die nächsten Schritte wären die Präsentation des Projektes vor dem Bund und die offizielle Sammlung der Unterschriften. “Wenn diese Phase erfolgreich beendet wird, wird es noch Monate oder Jahre dauern, bevor die Abstimmung tatsächlich passiert”, so Bennaim.

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2B4CH wurde im Jahr 2017 in Genf gegründet und ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verband, der sich mit dem sozialen und finanziellen Wandel beschäftigt, den Bitcoin und Blockchain-Technologie bringen. Ein weiterer Fokus sind die Auswirkungen von dezentralisierten Kryptowährungen. Die Denkfabrik hat bisher noch weniger als 20 Mitglieder und akzeptiert keine Spenden, um seine Unabhängigkeit zu wahren und die Privatsphäre seiner Mitglieder zu schützen.

Die Schweiz entpuppte sich als eines der kryptfreundlichsten Länder weltweit. Das Kanton Zug führte bereits im Jahr 2016 Pilotprojekte mit Bitcoin-Zahlungen für öffentliche Dienstleistungen durch. Letzten Monat hat die Schweizer Finanzmarktaufsicht den ersten Kryptofonds des Landes genehmigt. Die SIX Swiss Exchange hat dabei eine Lizenz bekommen, einen Marktplatz für digitale Vermögenswerte zu öffnen.




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