Sammelklage gegen Silvergate wegen Kontoführung für FTX eingereicht

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Vor einem kalifornischen Gericht wurde eine Sammelklage gegen die Silvergate Bank, die Silvergate Capital Corporation und Silvergate-CEO Alan Lane eingereicht. Gegenstand der Klage sind die Bankkonten der beiden insolventen Krypto-Firmen FTX und Alameda Research, die von Silvergate geführt wurden und über die vermeintlich Kundengelder veruntreut wurden.

Über die Sammelklage soll Silvergate dafür zur Rechenschaft gezogen werden, dass die Bank Kundengelder der FTX auf den Bankkonten von Alameda verbucht hat. Ein Umstand, der letztendlich auf dem Markt zu genau der Panik geführt hat, dass die beiden zusammenhängenden Firmen nun Insolvenz anmelden mussten.

Die Sammelklage wurde von Joewy Gonzalez eingereicht, wobei dieser sich selbst und andere Kläger vertritt, die sich dem Verfahren anschließen wollen. Wie aus der Klageschrift hervorgeht, hat der Kläger seine Ersparnisse auf der FTX angelegt und auf die Versprechungen der Handelsplattform vertraut. Die Kryptobörse hatte damit geworben, dass sie „alle Vermögenswerte sicher verwahrt“ und dass diese „jederzeit ausgebucht oder gegen andere Vermögenswerte getauscht werden können“.

Weiter argumentiert der Kläger, dass die Silvergate die betrügerischen Aktivitäten der FTX unterstützt und gegen ihre Auflagen als Bank verstoßen hat, indem sie unrechtmäßig Kundengelder zwischen den Konten der beiden Schwesterfirmen verbucht und verschoben hat. Dementsprechend sei Silvergate dafür haftbar, dass sie „den Investitionsbetrug der FTX begünstigt hat“. Der Kläger und die anhängenden Sammelkläger müssten nun dafür entschädigt werden.

Die Klage wird vertreten durch die Kanzleien Girard Sharp und Hartley LLP, wohingegen die Beklagten bisher noch keine Rechtsvertretung ernannt haben.

Am 6. Dezember hatten drei amerikanische Senatoren einen Brief an die Silvergate geschrieben, um herauszufinden, welche Rolle die Bank beim Kollaps der FTX gespielt hat. Die Senatoren Elizabeth Warren, John Kennedy und Roger Marshall fordern Silvergate-Chef Lane auf, die genauen Details zur Geschäftsbeziehung zwischen der Bank und der Kryptobörse offenzulegen.


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