Russland, Darknet, Betrug – Binance war drittgrößter Zahlungsempfänger von Bitzlato

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Die amerikanische Behörde zur Bekämpfung von Finanzkriminalität – das sogenannte Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) – hat bekanntgegeben, dass die marktführende Kryptobörse Binance enge finanzielle Verbindungen zur illegalen Handelsplattform Bitzlato hat.

Wie aus einer entsprechenden Mitteilung vom gestrigen 18. Januar hervorgeht, gehört die Binance laut FinCEN zu den „drei größten Zahlungsempfängern“ von Bitzlato, was Transaktionen in Form von Bitcoin (BTC) angeht.

Wie die Behörde ausführt, war die Binance im Zeitraum vom Mai 2018 bis zum September 2022 einer der größten Zahlungsempfänger von Bitzlato überhaupt. Für die marktführende Börse jedoch kein Ruhmesblatt, denn mit dieser Leistung befindet sie sich nicht unbedingt in guter Gesellschaft, denn die beiden größten Zahlungsempfänger der illegalen Krypto-Handelsplattform sind der russische Darknet-Marktplatz Hydra und das russische Betrugsprojekt Finiko.

Immerhin führt die FinCEN Binance nicht als einen der Top-3 Zahlungssender der bihser unbekannten Kryptobörse an. Die größten Bitcoin-Zahler auf der Bitzlato im Zeitraum von Mai 2018 bis September 2022 waren ebenfalls Hydra und Finiko, hinzu kommt allerdings noch der finnische Ableger der BTC-Börse LocalBitcoins.

„Knapp zwei Drittel der größten Sender und Empfänger von Bitzlato stehen im Zusammenhang mit dem Darknet oder Betrug“, wie die FinCEN die illegalen Verstrickungen der Krypto-Plattform betont. Von 2019 bis 2021 soll Bitzlato aus dem Darknet insgesamt Krypto-Gelder im Wert von 206 Mio. US-Dollar empfangen haben, während in der gleichen Zeit 224 Mio. US-Dollar aus Betrugsprojekten und 9 Mio. US-Dollar aus Ransomware-Angriffen an die Kryptobörse überwiesen wurden.

Das Vorgehen der FinCEN ist kein Alleingang, denn mehrere US-Behörden gehen aktuell gegen Bitzlato vor und werfen der Plattform Geldwäsche und Beihilfe zur Umgehung von Sanktionen gegen Russland vor. Im Rahmen der Ermittlungen gegen die Plattform wurde deren Gründer Anatoly Legkodymov am 17. Januar vom FBI in Miami festgenommen.

Im Gegensatz zu großen Kryptobörsen wie Binance oder Coinbase war die Bitzlato bisher eigentlich ein eher unbeschriebenes Blatt. Die 2016 gegründete Krypto-Handelsplattform hat eines ihrer Büros im Federation Tower in Moskau, von wo aus mehr als 100.000 US-Dollar an Krypto-Transaktionen empfangen wurden.

Die scheinbar engen finanziellen Verbindungen von Marktführer Binance zur Bitzlato werfen Fragen über die Rechtmäßigkeit von dessen Geschäft und eventuelle Verstrickungen nach Russland auf. Wie zuvor berichtet, gehörte Binance lange zu einer Hand voll Kryptobörsen, die nach den Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen Russland weiterhin mit russischen Staatsbürgern gearbeitet haben, die nicht unter die geltenden Bestimmungen fielen.

Ein Sprecher der Binance gibt im Fall Bitzlato gegenüber Cointelegraph lediglich an, dass das Krypto-Unternehmen eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeitet:

„Die Binance ist froh, dass sie den internationalen Strafverfolgungsbehörden wichtige Hilfe bei diesen Ermittlungen leisten konnte. Dies liefert einen weiteren Beleg dafür, dass die Binance eng mit den Strafverfolgungsbehörden auf der ganzen Welt kooperiert.“

Die FinCEN hat bisher noch nicht auf Anfrage von Cointelegraph reagiert.


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