Ripple-Chef Garlinghouse bezieht Stellung zur SEC-Klage gegen XRP

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Brad Garlinghouse, der CEO des Krypto-Zahlungsdienstleisters Ripple, hat in einem neuen Twitter-Thread offengelegt, dass sein Unternehmen keine außergerichtliche Einigung mit der amerikanischen Börsenaufsicht erzielen konnte, was die Klage der SEC bezüglich der firmeneigenen Kryptowährung XRP betrifft.

Im gleichen Atemzug moniert er zudem das „rechtliche Chaos“ in den USA um die Regulierung von Kryptowährungen.

Der Ripple-Chef bezieht in dem Twitter-Thread erstmals ausführlich Stellung zur Klage, wobei er die „unbewiesenen Anschuldigungen der SEC“ aufs Schärfste zurückweist. Vielmehr würde sich der Krypto-Zahlungsdienstleister „auf der richtigen Seite der Faktenlage und Geschichte“ befinden.

Obwohl bisher keine Einigung erzielt werden konnte, sei Ripple weiterhin gesprächsbereit. Dementsprechend schreibt Garlinghouse:

„Wir haben versucht, eine Einigung zu erzielen, und werden das auch unter der neuen Regierung wieder versuchen, damit wir diese Sache so lösen können, dass die XRP-Community unsere Innovation weiter vorantreiben darf, Anleger ausreichend geschützt sind und der ordnungsgemäße Betrieb der Märkte wiederhergestellt ist.“

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte im Dezember 2020 eine Anklage gegen Ripple, Garlinghouse und Mitgründer Chris Larsen eingereicht, die zum Gegenstand hat, dass es sich bei dem Vertrieb der firmeneigenen Kryptowährung XRP um einen unrechtmäßigen Wertpapierverkauf handelt. Seit bekanntwerden der Klage haben mehr als 25 Kryptobörsen, darunter Coinbase, Bittrex, OKCoin und Bitstamp, den XRP-Handel eingestellt oder die Kryptowährung gänzlich aus ihrer Notierung genommen.

Garlinghouse weist darauf hin, dass XRP eine dezentralisierte und unabhängige Kryptowährung ist, weshalb Ripple keine Kontrolle darüber hätte, auf welchen Handelsplattform diese notiert wird. Dahingehend stellt er jedoch fest, dass es einen großen Unterschied zwischen einem vorübergehenden Handelsstopp und einer vollständigen Entfernung gibt. Zudem würde XRP zu 95 % außerhalb der USA gehandelt werden, weshalb eine Einschränkung durch die SEC nur eine geringe Tragweite hätte.

Obwohl Garlinghouse zwar einräumt, dass „Ripple keine Kontrolle darüber hat, wo XRP notiert wird und wer sie kauft“, beantwortet er damit nicht die Frage, ob der Krypto-Zahlungsdienstleister jemals dafür bezahlt hat, dass Kryptobörsen die eigene Kryptowährung in den Handel aufnehmen.

Der Ripple-Chef gibt sich des Weiteren enttäuscht, dass Tetragon, einer der größten Investoren des Krypto-Zahlungsdienstleisters, der 1,5 % der Firmenanteile besitzt, eine zusätzliche Klage eingereicht hat. Laut Garlinghouse hätten die anderen Anteilseigner jedoch weiterhin Vertrauen.

Die Stille von Ripple seit Dezember will Garlinghouse derweil nicht als Untätigkeit verstanden wissen, denn hinter den Kulissen würde die Rechtsabteilung unter Leitung von Chefsyndikus Stuart Alderoty bereits an einer offiziellen Stellungnahme arbeiten, die innerhalb der nächsten Wochen abgegeben werden soll.

Für das neue Jahr erhofft sich der Ripple-Chef eine bessere Gesetzeslage für Kryptowährungen, indem der „Digital Commodity Exchange Act“ (DCEA), der die Regulierung für den Handel von Digitalwährungen vereinfachen und vereinheitlichen soll, von der neuen Regierung verabschiedet wird:

„Wir sind in den USA von rechtlicher Klarheit zum rechtlichen Chaos übergegangen. Regulierung durch Strafverfolgung war von Anfang an eine schlechte Idee. Die neue Regierung verabschiedet hoffentlich den #DCEA, damit wir einen sinnvollen Gesetzesrahmen bekommen, der Klarheit für die gesamte Kryptobranche schafft.“

Die SEC-Klage ist nicht das erste Mal, dass die viertgrößte Kryptowährung zum Streitthema wird. So wurde Ripple in den vergangenen Jahren mehrfach für massive Abverkäufe der eigenen XRP-Vermögen kritisiert, wodurch das Unternehmen den Kurs der Kryptowährung manipuliert haben soll. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Sammelklage eingereicht, da Garlinghouse die Attraktivität von XRP als Finanzprodukt irreführend dargestellt haben soll.

Obwohl der XRP-Kurs in dieser Woche wieder um 48 % nach oben klettern konnte, steht über die letzten 30 Tage ein Minus von 44 % auf dem Tableau.

Die US-Börsenaufsicht geht mit starkem Rückenwind in die Verhandlungen, den im Jahr 2020 konnte sie bereits Erfolge gegen die Krypto-Projekte der Messengerdienste Telegram und Kik erzielen.




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