Richter weist Anträge von Celsius-Kunden ab, Krypto-Gelder bleiben Insolvenzmasse

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Der vorsitzende Richter im Insolvenzverfahren der Krypto-Sparplattform Celsius Network hat drei verschiedene Anträge von Nutzern abgewiesen, die ihre seit Juli 2022 auf der Plattform eingefroren Krypto-Vermögen endlich freigegeben haben wollten.

Entsprechend hat Insolvenzrichter Martin Glenn vom United States Bankruptcy Court in the Southern District of New York am gestrigen 25. Januar geurteilt, dass der Antrag von Rebecca Gallagher abgewiesen wird. Die Kundin hatte argumentiert, dass die von ihr auf dem „Earn“-Sparprogramm von Celsius angelegten Krypto-Vermögen „ihr Eigentum sind und nicht der insolventen Plattform“. Auch ähnliche Eingaben von den Celsius-Kunden Mark Benzaken and Kulpreet Khanuja wurden vom Richter abgeschmettert.

Alle drei hatten in ihren Anträgen auch argumentiert, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Krypto-Sparplattform selbst im Insolvenzfall nicht zur Vereinnahmung der Krypto-Gelder der Kunden berechtigen. Gallagher und Khanuja benennen zudem Celsius-CEO Alex Mashinsky direkt und werfen diesem vor, dass sie durch dessen irreführende Angaben und Falschaussagen überhaupt erst zur Anlage verleitet wurden.

Insolvenzrichter Glenn gibt zwar an, dass das Gericht die Vorwürfe gegen Mashinsky „ernst nimmt“, dennoch werden alle drei Anträge abgewiesen. Im Fall von Khanuja führt Glenn aus:

„Jeglicher Vorwurf, dass Celsius gegen den mit Herrn Khanuja bestehenden Vertrag verstoßen hat, wäre nichtig im Hinblick auf das Eigentumsrecht an den Krypto-Vermögen auf dem Konto von Herrn Khanuja. Jegliche Kryptowährungen, die im Earn-Sparprogramm platziert wurden, sind damit zum Eigentum von Celsius geworden […]. Dementsprechend bleiben die Kryptowährungen auf dem Earn-Konto von Herrn Khanuja im Besitz der Insolvenzverwaltung.“

Celsius hatte im Juni 2022 erstmals Liquiditätsprobleme kommuniziert und wegen „extremer Marktbedingungen“ überraschend die Auszahlungen für Kunden abgeschaltet. Kurze Zeit später meldete das Unternehmen im Juli dann Insolvenz an. Die amerikanischen Behörden haben zudem ein Strafverfahren gegen Geschäftsführer Alex Mashinsky wegen dessen womöglich betrügerischer Rolle in dem Krypto-Projekt angestrengt.


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