Revolution unerwünscht! – „Mining-Weltmacht“ Kasachstan schaltet nach Protesten Internet ab

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Das eurasische Land Kasachstan, das überraschenderweise eine Weltmacht für das Mining von Bitcoin (BTC) ist), befindet sich im Ausnahmezustand. Nach heftigen Protesten ist deshalb nun sogar die Regierung zurückgetreten, gleichsam wurde das kasachische Internet nahezu lahmgelegt, was wiederum spürbare Auswirkungen auf die Hashrate des Bitcoin-Netzwerks hat.

In Folge der Proteste hat die staatseigene Telekommunikationsgesellschaft Kazakhtelecom das kasachische Internet nahezu „landesweit abgeschaltet“. Dahinter steckt vermutlich die Absicht, die nationale und internationale Berichterstattung über die Ausschreitungen zu verhindern.

Wie der Datendienst NetBlocks berichtet, ist die normalisierte Netzwerkaktivität in Kasachstan in den letzten Stunden dementsprechend auf nur noch 2 % gefallen (siehe Grafik).

Wenig verwunderlich, denn von der Abschaltung betroffen ist nicht nur das Kabelnetz, sondern auch die Mobilfunknetze sind in vielen Städten nur noch eingeschränkt verfügbar, darunter auch die Netze in Almaty, der größten Stadt Kasachstans.

Internetaktivität in Kasachstan. Quelle: NetBlocks

Daraus resultiert zugleich ein schwerer Schlag gegen die Krypto-Miner des Landes, die für die globale Hashrate von Bitcoin von essenzieller Bedeutung sind, denn die Region gilt inzwischen als regelrechte „Weltmacht“ beim Abbau der marktführenden Kryptowährung, die knapp 18 % der gesamten Rechenleistung der Bitcoin-Blockchain ausmacht.

Wie die Daten von Ycharts.com zeigen, ist die Leistungsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks in den vergangenen Stunden um satte 13,4 % geschrumpft, was einen Rückgang von ca. 205.000 Petahash pro Sekunde (PH/s) auf 177.330 PH/s bedeutet. Ein Zusammenhang mit dem Internet-Blackout in Kasachstan ist also kaum von der Hand zu weisen.

Nachdem Chinas Regierung im letzten Jahr mit harter Hand gegen die heimische Mining-Branche vorgegangen ist, die bis dato marktführend war, sind viele große Mining-Unternehmen in das nahegelegene Kasachstan umgesiedelt, denn neben der geografischen Nähe ist das eurasische Land auch wegen besonders günstiger Strompreise für die Miner attraktiv.

Grund für die Proteste in Kasachstan sind in erster Linie die schlagartig gestiegenen Benzinpreise, nachdem der Staat eine für diese geltende Obergrenze vor wenigen Tagen aufgehoben hat. Beobachter vermuten, dass besonders die junge Bevölkerung den Anlass nutzt, um insgesamt mehr Demokratie und Freiheit vom autoritären Staatsregime einzufordern.

Schon jetzt sind die Proteste gewalttätig, die Demonstranten bekriegen sich mit Polizei und Militär (siehe unten). Auf beiden Seiten gibt es Verletzte und Tote, weshalb sich nun wohl auch Russland in den Konflikt einmischen will. Die Situation erinnert an die Orange Revolution in der Ukraine. Ob der Umsturz erfolgreich ist und was dieser kurz- und langfristig für die Mining-Leistung von Bitcoin bedeutet, bleibt abzuwarten.




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