Politik in China erschwert Geschäft

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  • Der chinesische Internetriese Tencent schließt eine seiner beiden NFT-Plattformen.
  • Grund dafür sind sinkende Umsätze und ein fehlender Sekundärmarkt.
  • NFTs sind zwar in China nicht verboten, die Regierung hat vor diesen allerdings gewarnt.

Der chinesische Internetriese Tencent soll eine seiner beiden Non-fungible Token (NFT)-Plattformen aufgrund sinkender Umsätze, die durch die Geldpolitik der chinesischen Regierung verstärkt wurden, geschlossen haben.

Tencent hat eine seiner NFT-Plattformen am 1. Juli geschlossen, während die zweite noch mit sinkenden Umsätzen ringt. Einer lokalen Tageszeitung zufolge begann der Schließungsprozess bereits im Mai. Der Tech-Riese versetzte in der letzten Maiwoche wichtige Führungskräfte, die für die Verwaltung der NFT-Plattform zuständig waren, und entfernte in der ersten Juliwoche den Bereich für digitale Sammlerstücke vollständig aus seiner App Tencent News.

Der Hauptgrund für die rückläufigen Umsätze und die letztendliche Schließung von Tencents digitaler Sammlerplattform wird auf die fehlerhafte Politik der Regierung zurückgeführt. Diese verbietet es Käufern, ihre NFTs nach dem Kauf in privaten Transaktionen zu verkaufen, wodurch NFTS nicht mehr so lukrativ sind. Der fehlende Sekundärmarkt nimmt den Käufern die Chance, mit diesen digitalen Sammlerstücken Gewinne zu erzielen.

NFTs sind in diesem Jahr in China immer populärer geworden. Mehrere Tech-Riesen wie Tencent und Alibaba zeigten sich interessiert und lancierten sogar eigene Plattformen für digitale Sammlerstücke. Mit der zunehmenden Beliebtheit wurde jedoch auch die Regierung auf NFTs aufmerksam und warnte Anleger vor Betrügereien im Zusammenhang mit diesen.

Im März haben mehrere chinesische Social-Media-Riesen wie Weibo und WeChat allmählich Konten gelöscht, die mit digitalen Sammlerplattformen in Verbindung stehen, da sie ein hartes Durchgreifen der Regierung befürchteten. Im Juni lancierte Alibaba eine NFT-Plattform, löschte aber kurz darauf wieder alle Hinweise darauf aus dem Internet.

In diesem Zusammenhang: Chinesisches Gericht verurteilt NFT-Marktplatz wegen Urheberrechtsverletzung

Die chinesische Regierung ist zwar für ihre Anti-Krypto-Haltung bekannt und hat alle Arten von Kryptowährungstransaktionen im Land verboten, aber für NFTs besteht kein derartiges Verbot. Große Unternehmen und Technologiekonzerne sind jedoch immer noch vorsichtig, da sie strenge Maßnahmen der Regierung in Peking befürchten.

Wu Blockchain, ein auf China fokussiertes Twitter-Konto, erklärte gegenüber Cointelegraph, die Bürger würden ihre NFTs immer noch auf den Untergrund-Sekundärmärkten verkaufen, aber große Tech-Unternehmen wie Alibaba und Tencent können sich das nicht leisten.

Trotz des Verbots von Kryptohandel und Mining und einer anschließenden Warnung vor NFTs haben chinesische Händler immer einen Weg gefunden, die strengen behördlichen Maßnahmen zu umgehen. Nach dem Verbot von Krypto-Mining in China im vergangenen Jahr ist beispielsweise der Anteil der Bitcoin (BTC)-Miner in China von 60 Prozent auf null gesunken. Aktuelle Daten zeigen jedoch, dass China wieder auf den zweiten Platz geklettert ist. Das deutet darauf hin, dass die Miner trotz strenger Maßnahmen der Regierung einen Weg gefunden haben. Auch die Zahl der NFT-Plattformen im Land hat sich innerhalb von vier Monaten verfünffacht.

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