Not macht erfinderisch – FTX-Nutzer nutzen NFTs zur Ausbuchung von Geldern

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Da sich die Entwicklungen im Fall FTX rasant überschlagen, lassen nun auch die Nutzer der großen Kryptobörse nichts unversucht, um den verhängten Auszahlungsstopp zu umgehen und ihre Gelder von der scheiternden Plattform zu retten.

Am gestrigen 10. November hat die FTX entsprechend angekündigt, dass zumindest Gelder aus den Bahamas von der Börse ausgebucht werden können. Damit will das Krypto-Unternehmen dafür sorgen, dass den Regulierungsvorgaben des Inselstaates Rechnung getragen wird, denn die Firma hat in dem Land ihren Hauptsitz.

Diesen Umstand wollen sich auch die Nutzer aus dem Rest der Welt zunutze machen, indem sie zum Beispiel NFTs von auf den Bahamas angesiedelten Accounts kaufen oder den ortsansässigen Mitarbeitern der Kryptobörse eine Belohnung dafür bieten, dass diese ihnen Gelder auszahlen.

Mehrere Tweets aus der Krypto-Community weisen darauf hin, dass besonders NFTs dafür genutzt werden, um angelegte Gelder davor zu schützen, im Insolvenzverfahren als Insolvenzmasse berücksichtigt zu werden. Der Krypto-Experte Cobie deckt in einem Tweet stellvertretend auf, dass viele Nutzer bereits den Schritt gehen, dass sie für ihr gesamtes angelegtes Vermögen beliebige NFTs von bestimmten Nutzern auf den Bahamas kaufen, damit diese ihnen dann die Gelder ausbuchen können.

Andere Nutzer gehen wiederum direkt auf FTX-Mitarbeiter zu und versuchen, diese zu bestechen, damit sie ihren Wohnort im System auf die Bahamas ändern, um ebenfalls die Möglichkeit zu haben, die Gelder direkt ausbuchen zu können.

So bietet ein Nutzer zum Beispiel satte 1 Mio. US-Dollar und die Übernahme von etwaigen Anwaltskosten für Mitarbeiter der FTX, die seinen Status zum vermeintlichen Anwohner der Bahamas umtragen. Der betreffende Nutzer ruderte jedoch wenig später zurück und bezeichnete sein Angebot als „witziges Experiment“, das veranschaulichen solle, wie verzweifelt einige Nutzer womöglich sein könnten.

Der Trader AlgodTrading war mit dieser Strategie scheinbar erfolgreich, denn auf ein Angebot von 100.000 US-Dollar für FTX-Mitarbeiter ist wenig später in den Blockchaindaten zu erkennen, dass der Trader sein Vermögen von der Kryptobörse auszahlen konnte.

Doch die „schlauen“ Ideen einiger FTX-Nutzer stoßen in der Community auch auf Kritik, denn mit der Bestechung von FTX-Mitarbeitern würde auf unrechtmäßige Weise das Insolvenzverfahren umgangen und für andere Nutzer die Chance verschlechtert, dass diese ihre Gelder auf ordnungsgemäßem Weg zurückbekommen können.




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