Nehmen deutsche Aufseher jetzt Binance unter die Lupe?

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Die nach Handelsvolumen größte Kryptobörse Binance schmiedet weiter ihre Pläne, nach Deutschland zu expandieren, und beantragt eine Kryptoverwahrlizenz bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). 

Mit dem Okay der deutschen Aufsichtsbehörde wird Binance Germany das Handeln und Verwahren von Kryptowährungen anbieten. Für die Binance-Kunden bedeutet dies ein Plus in Sachen Sicherheit. Im Zuge der BaFin-Erlaubnis kann Binance zudem seine Produktpalette für deutsche Kunden erweitern. Ab wann Kunden in Deutschland auf die neuen Binance-Features zugreifen können, ist bisher noch unklar, weil das Zulassungsverfahren selbst noch einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte.

Expansion in Europa im Visier

Der CEO und Gründer von Binance Changpeng Zhao (CZ) teilte noch im Mai 2022 auf der Finance-Forward-Konferenz in Hamburg mit, dass die Kryptobörse sich für eine BaFin-Lizenz interessiert. „Deutschland ist ein wichtiger Markt“, sagte CZ damals in Hamburg. „Wir bauen ein Compliance-Team aus und wollen eine Lizenz beantragen.“ Heute, am 26. August, hat Michael Wild, der Chef von Binance Germany, dies nun auf Linkedin bestätigt: “Letzte Woche hat das Team von Binance Germany unseren Lizenzantrag bei der BaFin und der Bundesbank fertiggestellt und eingereicht. Ich bin sehr stolz auf das, was wir erreicht haben”.

Binance hat aber nicht nur den deutschen Krypto-Markt im Blick. Im Mai bekam die Kryptobörse ihre Registrierung als European Digital Asset Service Provider (DASP) und darf nun unter der französischen Finanzaufsicht Krypto-Dienstleistungen anbieten. Auch in Spanien ist die marktführende Kryptobörse durch die spanische Zentralbank offiziell als Krypto-Dienstleister anerkannt und darf dementsprechend legal ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen.

In den nächsten Monaten will Binance auch nach Großbritannien expandieren. Dafür braucht aber die Handelsplattform Kontrollen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durchzuführen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, will das Unternehmen laut CZ ein Unternehmen gründen, das in Großbritannien tätig sein darf.

Nur wenige BaFin-Lizenzen bislang erteilt

Wenn Binance die Krypto-Lizenz erhält, würde die Kryptobörse aufsichtsrechtlich mit Coinbase Germany, dem Kryptoverwahrer Kapilendo, dessen Konkurrenten Tangany sowie das Berliner Fintech Upvest in einer Reihe stehen. Auch das deutsche traditionelle Finanzinstitut Commerzbank würde zu diesem Kreis gehören – die Bank hat schon im April ihren Antrag auf die Kryptoverwahrlizenz gestellt.

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