Nach Celsius-Drama – SEC-Chef warnt vor Krypto-Sparplattformen und deren Versprechen

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Gary Gensler, der Chef der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, hat sich erneut für mehr Anlegerschutz auf den Kryptomärkten ausgesprochen.

Die entsprechenden Äußerungen machte Gensler im Rahmen der Robert F. Kennedy Human Rights Compass Investor Conference, an der er per Videokonferenz teilnahm. Dabei bekräftigte der SEC-Chef zunächst, dass seine Behörde ihre möglichen Ressourcen bereits dafür einsetzt, um Krypto-Projekte und Kryptobörsen zu regulieren, denn oftmals würden diese Renditen versprechen, die „zu schön sind, um wahr zu sein“. Nach Ansicht von Gensler fällt die Mehrheit aller Kryptowährungen in den Zuständigkeitsbereich der SEC, weshalb diese gleichsam denselben Vorschriften unterliegen wie Wertpapiere.

„Ganz besonders die Krypto-Sparplattformen, die ähnlich wie Banken operieren, die sagen: ‘Gebt uns eure Krypto, und dafür bekommt ihr eine saftige Rendite.’ […] Aber wie kann jemand im heutigen Markt 4,75 % Rendite anbieten, ohne offenzulegen, wie das funktioniert?“, wie der Chef der Börsenaufsicht zu bedenken gibt.

Dem fügt er an:

„Wenn es zu schön scheint, um wahr zu sein, dann ist es wahrscheinlich auch zu schön, um wahr zu sein.“

SEC-Chef Gary Gensler im Gespräch auf der Compass Investor Conference

Die Kommentare könnten sich direkt an die Krypto-Sparplattform Celsius Network richten, die momentan wohl kurz vor der Zahlungsunfähigkeit steht und aus diesem Grund ein vorübergehendes Auszahlungsstopp verhängt hat. Auch deutsche Anleger sind von dieser Maßnahme betroffen, denn in Zusammenarbeit mit Celsius hat die Berliner Neobank Nuri ein Bitcoin-Ertragskonto angeboten, das nun ebenfalls temporär abgeschaltet wurde. Sollte für Celsius tatsächlich die Insolvenz kommen, dann könnten die deutschen Nuri-Anleger im schlimmsten Fall gänzlich ihre angelegten Bitcoin (BTC) verlieren.

Der SEC-Chef räumt derweil ein, dass er die Blockchain-Technologie zwar spannend findet, ob seine Behörde zukünftig jedoch einen lang ersehnten Bitcoin-Indexfonds (ETF) durchwinkt, lässt Gensler zunächst unbeantwortet. Stattdessen wiederholt er seine Warnung, dass die Mehrheit der Krypto-Projekte „wahrscheinlich scheitern wird“ und dass hohe Renditen oftmals nur leere Versprechungen sind.

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