Mining-Unternehmer sehen geplantes PoW-Verbot in New York als „wenig zielführend“ an

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Zwei Mining-Unternehmer erklären im Gespräch mit Cointelegraph, dass das geplante Mining-Verbot im amerikanischen Bundesstaat New York sehr wahrscheinlich die Abwanderung angesiedelter Mining-Unternehmen zur Folge haben wird und im Endeffekt die angestrebten Ziele des Gesetzes verfehlt.

So stellt John Warren, der CEO von GEM Mining, in dieser Woche gegenüber Cointelegraph zunächst fest, dass er und einige seiner Kollegen New York inzwischen als ablehnende Region betrachten, die keine Ansiedlung der Mining-Branche wünscht:

„Kein Miner wird mehr dort hingehen, nachdem das Verbot jetzt im Raum steht.“

Die Regierung von New York will mit ihrem geplanten Verbot, das bereits verabschiedet wurde und nun nur noch auf Unterzeichnung durch Gouverneurin Kathy Hochul wartet, dafür sorgen, dass energieintensives Mining im Zusammenhang mit dem Proof-of-Work (PoW) Konsensverfahren nicht mehr zulässig ist. Hintergrund ist die massive Kritik am PoW-Verfahren, das wegen hohem Stromverbrauch als umweltschädigend gilt

Demnach dürften sich keine neuen Mining-Unternehmen mehr in New York ansiedeln, einzige Ausnahmen sind Firmen, die ihren Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energien beziehen. GEM Mining ist allerdings der Ansicht, dass das Gesetz sein Ziel verfehlt und die Region zum roten Tuch für die Mining-Branche macht. Laut eigenen Angaben ist GEM bereits zu 97 % klimaneutral. Nichtsdestotrotz dürfte sich das Unternehmen nicht mehr im einflussreichen Bundesstaat niederlassen.

Andy Long, der CEO des Schweizer Mining-Unternehmens White Rock Management, bekräftigt gegenüber Cointelegraph, dass die Mining-Branche immer weniger auf fossile Brennstoffe setzt und sich damit ohnehin schon von selbst in die richtige Richtung bewegt.

Dementsprechend stimmt er seinem Kollegen zu, dass ein PoW-Verbot „nicht den gewünschten Effekt haben würde und dazu noch die falsche Message übermittelt“:

„Wir würden uns wünschen, dass mehr Bundes- und Landesregierungen bestimmte Investitionen fördern, anstatt Wachstum mit neuen Regulierungsvorschriften zu verhindern.“

Knapp 10 % der gesamten Hashpower bzw. Mining-Rechenleistung der USA stammt laut dem Cambridge Bitcoin Electricity Consumption Index (CBECI) aus New York. Damit ist der Bundesstaat die viertgrößte Mining-Region des Landes. Das Verbot würde diese Position wohl deutlich schwächen und stattdessen andere amerikanische Bundesstaaten stärken, denn die Regulierung im Hinblick auf Krypto-Mining ist in den USA bisher noch ein regelrechter Flickenteppich.

Ganz im Gegenteil fördern Staaten wie Kentucky, North Carolina und Texas die Branche sogar, was die erhofften Besserungen für Umwelt und Klima ad absurdum führen würde, wenn die betreffenden Unternehmen lediglich zum Umzug animiert werden. Zurzeit ist der Umgang mit der Mining-Branche noch zu „parteipolitisch“ geprägt, wie Warren zu bedenken gibt. Eine einheitliche Regelung wäre also wohl deutlich zielführender.

Das pikante Detail am geplanten Mining-Verbot von New York ist, dass das anvisierte PoW-Verfahren in erster Linie bei Krypto-Marktführer Bitcoin (BTC) zum Einsatz kommt. Ein etwaiges Verbot würde also ganz besonders das Zugpferd der Branche treffen und den gesamten Kryptomarkt schwächen.

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