Kyptokurse in Indien brechen ein

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Regulierungsbehörden in Indien haben über ein Kryptoverbot diskutiert und lösten damit Panikverkäufe an der großen Kryptobörse WazirX aus. Das führte zu einem massiven Rückgang bei führenden Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH). 

Die Kryptokurse in Indien brachen ein, kurz nachdem das Parlament angekündigt hatte, in der Wintersitzung 26 neue Gesetzentwürfe einführen und auflisten zu wollen. Darunter ist auch ein Gesetz für Kryptowährungen und die Regulierung von offiziellen Digitalwährungen. Wie Cointelegraph berichtete, sieht der Gesetzesentwurf eine Abstimmung über die Schaffung einer offiziellen digitalen Währung vor. Gleichzeitig sollen “alle privaten Kryptowährungen” ab Montag verboten werden.

Ein Massenausverkauf auf WazirX am Mittwochmorgen führte zu einem Bitcoin-Rückgang von fast 4.600.000 indischen Rupien auf 3.917.659 Rupien. Damit ist der Kurs innerhalb von 2 Stunden und 14,8 Prozent eingebrochen. Auch andere beliebte Token, wie Ether und Cardano (ADA), verzeichneten an der Börse zweistellige Kursverluste.

Bitcoin-Kurseinbruch bei WazirX. Quelle: WazirX

Im Gespräch mit Cointelegraph betonte Nischal Shetty, der CEO von WazirX, dass es auf dem indischen Kryptomarkt in der Regel ein Aufschlag gibt und der Kurs damit über dem globalen Markt liegt.

“Diese Panikverkäufe haben zu einer Korrektur auf dem indischen Markt geführt. Damit ist der Kurs auf dem Niveau des globalen Marktes.”

Shetty wies auch auf die verschiedenen Anwendungsfälle von Kryptowährungen als Vermögenswert oder Nutzwert hin und griff den Vorschlag des ehemaligen indischen Finanzministers Subhash Chandra Garg auf, dass, wenn es ein Verbot sein müsse, es ein Verbot für den Anwendungsfall als Währung für Kryptowährungen geben sollte.

Jay Hao, der CEO der Kryptobörse OKEx, sprach mit Cointelegraph darüber, dass ein differenziertes Vorgehen bei der Regulierung von Kryptowährungen in Indien nötig ist:

“In Indien gibt es die meisten Kryptobesitzer weltweit. Es liegt in der Verantwortung der Regierung, die Interessen vieler Kryptoanleger im Land zu schützen.”

Caroline Bowler, die Chefin von BTC Markets, kommentierte das indische Kryptoverbot ebenfalls: “Dieses Verbot wird langfristig nicht funktionieren und wäre ein Rückschritt.” Sie fügte hinzu, “ein Verbot ist keine Option, um die Interessen der Anleger zu schützen”. Bowler erklärte dazu weiter:

“Regierungen können zwar versuchen, Kryptowährungen zu verbieten oder einzuschränken, aber die äußerst dezentrale Natur der Technologie verhindert das in gewisser Weise.”

Der indische Blockchain-Investor Evan Luthra gab Bowler Recht und erklärte gegenüber Cointelegraph, es sei für Regierungen unmöglich, den Zugang zu Kryptowährungen einzuschränken: “Das ist von Natur aus unmöglich.” Der Unternehmer verwies auf die rasante Entwicklung der Infrastruktur in El Salvador und die Massenakzeptanz bei Bitcoin und glaubt, dass die indische Regierung schon bald gezwungen sein werde, Kryptowährungen zu akzeptieren und sich mit diesen auseinanderzusetzen:

“Zuerst war es die Öffentlichkeit, dann die Banken und jetzt werden auch die Regierung lernen müssen, sich mit Kryptowährungen in einer Zukunft der Metaversen auseinanderzusetzen.”

Indischen Erfindern rät Shetty, es sei notwendig, Vertrauen in die Gesetzgeber zu haben. “Wir sollten nicht in Panik geraten”, wie er abschließend erklärte.

In diesem Zusammenhang: Rechte Gruppe in Indien fordert strengere Kryptoregulierung

Am 15. November gab es zuvor eine parlamentarische Podiumsdiskussion über Kryptowährungen, bei der eine Mehrheit der Regulierungsbehörden zu dem Schluss kam, dass Kryptowährungen zwar nicht gestoppt werden können, aber stärker reguliert werden sollten.

Im August erklärte ein Vertreter der indischen Zentralbank, sie plane, noch vor Ende 2021 erste Versuche mit einer digitalen Zentralbankwährung zu starten. Indien ist derzeit mit über 20 Millionen Kryptoinvestoren einer der größten Märkte der Welt.


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