Kurssprung durch Verknappung? – Ethereum-Anleger halten wie zuletzt 2018

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Die Menge an Ether (ETH), die zurzeit auf Kryptobörsen gehalten wird, ist so niedrig wie zuletzt im September 2018, was darauf schließen lässt, dass die Krypto-Anleger im laufenden Jahr noch auf einen beträchtlichen Kurssprung hoffen.

So sind im bisherigen Jahr 2022 knapp 550.000 ETH zu einem aktuellen Gegenwert von 1,61 Mrd. US-Dollar von zentralisierten Kryptobörsen abgeflossen, wie die Daten der Krypto-Marktforscher von Glassnode zeigen. Durch diesen massiven Abfluss sind die Nettovermögen der Krypto-Handelsplattformen auf 21,72 Mio. ETH geschrumpft, was einen beträchtlichen Rückgang gegenüber dem Rekordhoch von 31,68 Mio. ETH im Juni 2020 bedeutet.

Ethereum-Vermögen auf den Kryptobörsen (Stand 18. März 2022). Quelle: Glassnode

Größter Wochenabfluss seit Oktober 2021

Interessanterweise wurden mehr als 30 % der Ether-Ausbuchungen in 2022 Anfang dieser Woche getätigt, wie IntoTheBlock feststellt. So wurden allein am 15. März mehr als 180.000 ETH von den Börsen abgezogen, wodurch der wöchentliche Kapitalabfluss mehr als 500 Mio. US-Dollar beträgt.

Ethereum-Nettokapitalabflüsse. Quelle: IntoTheBlock

Die Daten von Chainalysis bekräftigen diese Lesart, denn demnach könnten in dieser Woche durchschnittlich knapp 120.000 Währungseinheiten an Ethereum pro Tag abgeflossen sein. Ein positives Signal:

„Die auf Kryptobörsen eingelagerten Vermögen werden mehr, wenn die Anleger verkaufen wollen, denn dann halten sie ihre Gelder zum Handel bereit.“

Dementsprechend werden die eingelagerten Vermögen kleiner, wenn Anleger zum Halten tendieren bzw. nicht verkaufen wollen. Dies bedeutet wiederum, dass sie mit einer baldigen Wertsteigerung rechnen.

IntoTheBlock ist deshalb ähnlich optimistisch mit Blick auf das Kursdiagramm vom Oktober 2021, als der Ether-Kurs um satte 15 % nach oben steigen konnte, nachdem das Ethereum-Netzwerk damals zuvor ebenfalls starken Kapitalabfluss von Kryptobörsen verzeichnet hat.

Kommt die Verknappung im Sommer?

Die Ether-Ausbuchungen in dieser Woche gehen mit massiven Einzahlungen von 190.000 ETH in den Staking-Pool „stETH liquid stakin“ von Lido einher.

Der Staking-Service von Lido ermöglicht Krypto-Anlegern ein vereinfachtes „Festschreiben“ von ETH auf der Beacon Chain von Ethereum 2.0, denn auf der Blockchain braucht es ein Minimum von 32 ETH, um überhaupt am Staking teilnehmen zu können. Lido will diesen Prozess vereinfachen, indem mit stETH eine tokenisierte Form von „gestakten“ ETH vergeben wird.

Insgesamt wurden in den letzten 30 Tagen mehr als 1 Mio. ETH in den Staking-Contract von Ethereum 2.0 angelegt. Und mit dem geplanten Umstieg auf Eth2 bzw. auf das Proof-of-Stake (PoS) Konsensverfahren im Sommer, der in dieser Woche bereits erfolgreich auf dem Kiln-Testnet erprobt wurde, werden unweigerlich noch mehr Währungseinheiten von Ether aus dem Umlauf genommen.

So meint auch ein Twitter-Nutzer, dass es im Zeitraum von Juni bis Dezember zu einer regelrechten Verknappung der Angebotsmenge von ETH kommen wird, die den Kurs selbst bei gleichbleibender Nachfrage nach oben treiben sollte (siehe unten).

ETH schon wieder im Aufwind

Die Euphorie um den baldigen Umstieg verschaffte Ether schon in dieser Woche einen Kurssprung.

So konnte der Ether-Kurs um mehr als 17 % zulegen und damit fast wieder auf 3.000 US-Dollar klettern. Interessanterweise erweist sich dabei ausgerechnet ein Widerstand als große Hürde, der in den letzten Wochen und Monaten noch wichtiger Support für die Kryptowährung war (siehe unten).

Ether-Kursdiagramm. Quelle: TradingView

Dadurch bewegt sich Ether zunächst weiter in einem symmetrischen Dreieck mit Tendenz nach unten. Für den Moment ist also eher ein Abschwung zurück auf den Support des Dreiecks die wahrscheinlichste Option, doch angesichts der zunehmenden Verknappung und der Zuspitzung der Kursformation könnte es schon bald zum heftigen Ausbruch nach oben kommen.




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