Korrelation zwischen Kryptomarkt und Finanzmarkt steigt in Asien rasant

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Vor der Coronakrise verlief die Trennlinie zwischen den traditionellen Finanzmärkten und dem Kryptomarkt in Asien noch ziemlich eindeutig, doch inzwischen wird diese immer mehr aufgeweicht, weshalb der Internationale Währungsfonds (IWF) nun eine entsprechende Regulierung empfiehlt.

In einem Blogeintrag vom gestrigen Sonntag warnen die IWF-Ökonomen vor den momentanen Entwicklungen auf dem asiatischen Markt, denn Krypto wird hier scheinbar im Eiltempo in das bestehende Finanzsystem integriert. Daraus entstehen nach Ansicht der Experten Risiken für die Finanzstabilität. So führen sie in ihrem Schreiben aus:

„Während der Finanzsektor von den scharfen Kursbewegungen [des Kryptomarkts] bisher weitestgehend isoliert war, könnte sich das in zukünftigen Kurszyklen ändern. Ein Dominoeffekt könnte sich dann über eine Vielzahl von Marktteilnehmern verbreiten, die sowohl in traditionelle als auch in Krypto-Finanzprodukte investiert sind.“

In diesem Kontext verweisen die Autoren auf Indien, denn hier hat sich die Korrelation zwischen Bitcoin (BTC) und dem Aktienmarkt im Laufe der Pandemie verzehnfacht.

Das stetige Zusammenwachsen zwischen Kryptobranche und Finanzbranche liegt allen voran darin begründet, dass immer mehr Krypto-Unternehmen und Krypto-Investitionsprodukte im Aktienmarkt angenommen werden und dass immer mehr Privatanleger und institutionelle Investoren in Asien in Kryptowährungen investieren.

Anhand ihrer Spillover Methodology stellen die IWF-Ökonomen fest, dass in Indien, Vietnam und Thailand immer mehr Kapital im Kryptosektor gebunden wird. Aus diesem Grund raten sie den asiatischen Regulierungsbehörden, „klare Richtlinien für regulierte Finanzinstitutionen“ zu schaffen, Privatanleger zu informieren und zu schützen und eng über Landesgrenzen hinweg zu kooperieren.

Am 27. Juli hatte Tobias Adrian, der IWF-Direktor für Kapitalmärkte, bereits gewarnt, dass es nach TerraUST (UST) noch andere problematische Stablecoins geben könnte. Demnach müsse ein „globaler Regulierungsansatz“ her, um Anleger besser zu schützen.


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