Korrelation zwischen Bitcoin (BTC) und Aktien weiter hoch — Fünf wichtige Dinge zu Bitcoin diese Woche

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Bitcoin (BTC) beginnt die zweite Aprilwoche mit einem Zittern. Die Bullen ringen mit der Unterstützung bei 40.000 US-Dollar.

Nachdem der Kurs das Wochenende über eher stagnierte, wurde der Markt zum Wochenschluss wieder nervös. Wie es schon oft passiert ist, ist BTC/USD in den letzten Stunden des 10. April stark zurückgegangen.

Der durchschnittliche Anleger fühlt sich wie zwischen zwei Stühlen. Die Makrokräfte versprechen große Trendwechsel, aber sie kommen nur langsam zum Tragen. Gleichzeitig fehlt eine “ernsthafte” Käufernachfrage nach Kryptowährungen im Allgemeinen.

Insider zweifeln jedoch nicht an der Zukunft, wie wie auch die starken Fundamentaldaten des Bitcoin-Netzwerks unter anderem belegen.

Die Kombination aus diesen widersprüchlichen Faktoren führt zu einer sehr wackligen Kursentwicklung. Kann sich in der kommenden Woche etwas ändern?

Cointelegraph betrachtet fünf potenzielle Bitcoin-Indikatoren, während die Marke von 40.000 US-Dollar erneut getestet wird.

Kein “massiver Einbruch” bei BTC?

Der 11. April begann mit einer Rückeroberung der Marke von 42.000 US-Dollar für BTC/USD. Das Paar ist über Nacht kurzzeitig darunter gefallen, als es in den Wochenschluss ging.

Mit 41.771 US-Dollar auf Bitstamp erreichte Bitcoin den tiefsten Stand seit dem 23. März.

BTC/USD 1-Stunden-Kerzenchart (Bitstamp). Quelle: TradingView

Die größte Kryptowährung hat dabei auch ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder verloren und ist auf das obere Ende der Spanne vom letzten Monat zurückgefallen. Das könnte jedoch auch nur ein erneuter Test des früheren Widerstands als Unterstützung sein. Trader hoffen auf das Beste und somit auf eine baldige Trendwende.

“Erneuter bullischer Test des ehemaligen Widerstands, Finex-Wale bieten Bids, diesen Rückgang kaufe ich. Wenn Sie auf eine Bestätigung warten wollen, können Sie auf den monatlichen Schluss warten”, so der beliebte Twitter-Nutzer Credible Crypto in einem Kommentar.

Credible Crypto bezog sich hierbei auf die Käufe der Bitfinex-Wale und auf aktuelle Chartdaten, die zeigen, dass der Aroon-Indikator von Bitcoin in den letzten Tagen nach oben gedreht hat.

Aroon wurde entwickelt, um Aufwärts- oder Abwärtstrends bei einem Vermögenswert zu erkennen. Seit dem Jahr 2017, als es den letzten Blow-Off-Top bei Bitcoin gab, hat dieser nur sechs Mal solche bärisch-zu-bullisch-“Kreuzungen” signalisiert.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, hat auch der Händler und Analyst Rekt Capital viele Gründe geliefert, um bei Bitcoin bullisch zu bleiben. Aber mit rund 42.150 US-Dollar enttäuschte der Wochenschluss letztlich im Vergleich zu den erhofften 43.100 US-Dollar.

“Ein BTC-Wochenschluss wie dieser und der erneute Test von 43,100 US-Dollar als neue Unterstützung wäre erfolgreich”, erklärte er anhand eines Charts am 10. April.

“Damit würde sich BTC für einen Anstieg innerhalb der Spanne zwischen 43.100 US-Dollar und 52.000 US-Dollar positionieren, wie im vorherigen blauen Kreis dargestellt.”

Cointelegraph-Mitarbeiter Michaël van de Poppe merkte unterdessen an, dass der späte Einbruch am 10. April eine Futures-Lücke der CME Group geschlossen habe und bot damit ein kurzfristiges Kursziel zu Handelsbeginn am 11. April.

Aktien insgesamt unter Druck

Auch für die Aktienmärkte ist es bisher ein düsterer Tag. In Asien gab es zum weit reichende Verluste, was nicht zuletzt auf die kürzlichen COVID-19-Lockdowns in China zurückzuführen ist.

Der Shanghai Composite Index und der Hang Seng in Hongkong fielen um über 2 Prozent.

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen wegen der Situation zwischen der Ukraine und Russland üben auch weiter Druck auf die europäischen Märkte aus.

Ein Hoffnungsschimmer für den Euro war der mögliche Vorsprung des amtierenden französischen Präsidenten Emmanuel Macron gegenüber seiner Rivalin Marine Le Pen in Umfragen.

Mittelfristig sehen die Analysten jedoch besorgniserregende Trends: die schnell steigende Inflation, die Verluste an den Anleihemärkten und die mangelnde Reaktion der Zentralbanken darauf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) will diese Woche tagen und sich vor allem mit der Inflationsbekämpfung befassen. Hier stehen die Beendigung der Wertpapierkäufe und die Anhebung des Leitzins ist im Raum..

Diese Situation hebt die Herausforderungen für Aktien und Risikoanlagen im aktuellen Klima hervor. Kommentatoren sind sich darüber einig, dass das inflationäre Umfeld und die damit verbundenen Maßnahmen der Zentralbanken die Nachfrage nach Bitcoin verringern werden. Damit wird das Ausmaß der wirtschaftlichen Realität bereits klar.

Letzte Woche hat Holger Zschäpitz auf Twitter erklärt, dass trotz aller Zuwächse beim S&P 500, etwa die Vermögenswertkäufe der US-Zentralbank bedeuten würden, dass der Fortschritt seit der globalen Finanzkrise in Wirklichkeit stagnierte.

“Nur um mal ein ganzheitliches Bild zu bieten: Der S&P 500 mag heute ein neues ATH erreicht haben, aber wenn man den Index in Relation zur Fed-Bilanz setzt, liegt auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2008, so dass Aktien seit 2008 stagnierten. Das hat im Grunde gegen eine Bilanzausweitung gewirkt”, wie er schrieb.

Gemeinsam nach unten?

Arthur Hayes, der ehemalige Chef des Derivatriesen BitMEX, sieht angesichts des Scheiterns von Fiat immer noch positive Argumente für Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel.

Das Problem hierbei ist nur, dass ein solches Szenario, zumindest bisher, noch nicht Realität geworden ist.

In seinem letzten Blogbeitrag vom 11. April warnte Hayes erneut, dass der Durchschnittsanleger, der stark in Risikovermögenswerte investiert, vor einem Gewinn erst Schmerz verspüren müsse.

In der Zukunft könnte es bei Ländern und Privatpersonen durchaus zu einer Verschiebung weg von der Hegemonie des US-Dollars hin zu anderen Vermögenswerten kommen, aber bis dahin werden Kryptowährungen weiter von makroökonomischen Kräften abhängig sein.

Wenn Aktien im Zuge der Maßnahmen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung einbrechen, kann die zunehmende Korrelation von Kryptowährungen mit Aktien nur eines bedeuten.

“Die kurzfristige (10-Tage)-Korrelation ist hoch und die mittelfristige (30- und 90-Tage)-Korrelation klettert nach oben und nach rechts. Das ist nicht das, was wir wollen”, so Hayes über die Korrelation zwischen Kryptowährungen und dem Nasdaq 100 (NDX).

“Damit ich mich für einen Verkauf von Fiat und für den Kauf von Kryptowährungen im Vorfeld eines NDX-Einbruchs (30 bis 50 Prozent Rückgang) aussprechen kann, müssen die Korrelationen über alle Zeitrahmen hinweg deutlich nach unten tendieren.”

Könnten Aktien durch die Fed und ihre Maßnahmen wirklich um die Hälfte einbrechen? Das sei reine Spekulation, so Hayes.

“30 Prozent Rückgang? […] 50 Prozent Rückgang? Darüber kann man nur spekulieren”, wie er hinzufügte.

“Aber um es klar zu sagen: Die Fed plant in nächster Zeit nicht, ihre Bilanzen wieder auszuweiten. Das bedeutet, dass die Aktien nicht weiter steigen werden.”

Bilanz der US-Zentralbank am 4. April (Screenshot). Quelle: US-Zentralbank

Stimmung weicht von traditionellen Märkten ab

Angesichts der eher negativen Aussichten ist es nicht verwunderlich, dass die Stimmung an den Märkten ziemlich schlecht ist.

Nachdem der Crypto Fear & Greed Index Ende März auf “Gier” ungeschlagen ist, herrscht auf dem Kryptomarkt nun wieder klare “Angst”.

Der Index funktioniert analog zum traditionellen Fear & Greed Index und ist in weniger als zwei Wochen um die Hälfte seines normalisierten Wertes gefallen, da Trader sich allmählich wieder Sorgen machen.

Am 11. April lag der Wert des Crypto Fear & Greed Index bei 32/100, auf dem traditionellen Markt hingegen lag der Wert bei 46/100 und damit in der “neutralen” Zone.

Van de Poppe erinnerte die Leser dennoch daran, sich nicht von Stimmungsbarometern beeindrucken zu lassen.

“Jeder war sehr bullisch auf den Märkten, aber nun korrigieren die Märkte allmählich und die Angst übernimmt”, wie er zusammenfasste.

“Die Stimmung ist in der Regel kein guter Wegweiser dafür, wie man handeln sollte.”

Crypto Fear & Greed Index (Screenshot). Quelle: Alternative.me

Fundamentaldaten weiter stark

Eine vertraute Quelle gibt diese Woche erneut Hoffnung. Trotz des Kursrückgangs soll die Bitcoin-Netzwerkschwierigkeit um nur 0,4 Prozent zurückgehen.

In diesem Zusammenhang: Top-5-Kryptowährungen diese Woche: BTC, NEAR, FTT, ETC, XMR

Der selbsttätigen Mechanismus des Bitcoin-Netzwerks wird die Schwierigkeit von den Höchstständen nach unten anpassen, um die Veränderungen in der Mining-Zusammensetzung widerzuspiegeln.

Diese geringfügige Anpassung deutet darauf hin, dass die Miner auf dem aktuellen Niveau finanziell gut dastehen und trotz des BTC/USD-Rückgangs um 10 Prozent in der letzten Woche keine Schwierigkeiten haben.

Bitcoin Schwierigkeit 7-Tage-Durchschnitt, Chart. Quelle: Blockchain

Weitere Daten stützen diese Aussichten. Die Hashrate-Schätzungen der Überwachungsressource MiningPoolStats signalisieren ebenfalls weiter Rekordniveaus.

Wie Cointelegraph kürzlich berichtete, wird weiter groß in Mining investiert. Unter anderem hat Blockstream stark investiert und letzte Woche eine solarbetriebene Farm angekündigt, die 30 Petahashes pro Sekunde an Hashrate erzeugen soll.

Bitcoin-Chart der geschätzten Hashrate (Screenshot). Quelle: MiningPoolStats

Die Ansichten und Meinungen, die hier aufgeführt werden, sind ausschließlich die des Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig auch die Ansichten von Cointelegraph.com wieder. Jedes Investment und jeder Handel gehen mit Risiken einher und Sie sollten gut recherchieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.




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