Kein Bitcoin – EZB will digitalen Euro als Sparprodukt uninteressant machen

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Fabio Panetta, ein Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), hat im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments (ECON) vorgeschlagen, dass die Zentralbank die verfügbare Umlaufmenge des geplanten digitalen Euro auf eine großzügige Obergrenze ausdehnt, um diesen als Anlageprodukt uninteressant zu machen.

Wie Panetta am Mittwoch in seiner Rede im ECON-Ausschuss vorgetragen hat, könnte die EZB die Umlaufmenge der europäischen Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) dementsprechend auf 1 – 1,5 Bio. Währungseinheiten festlegen. Dadurch sollen EU-Bürger davon abgebracht werden, den digitalen Euro einfach nur zu sparen und als Investitionsprodukt wie Kryptowährungen zu betrachten, denn „größere Angebotsmengen bedeuten kleinere Sparzinsen“.

Allen voran Marktführer Bitcoin (BTC) setzt bekanntermaßen auf das Prinzip einer sehr begrenzten Angebotsmenge – die sich lediglich auf maximal 21 Mio. Währungseinheiten beläuft – was für eine automatische Verknappung sorgt und das bloße Sparen umso attraktiver macht, denn je kleiner das verfügbare Angebot, desto höher die Kurse.

„Unsere vorläufigen Analysen zeigen, dass eine Umlaufmenge zwischen 1 Bio. bis 1,5 Bio. Euro derartige Negativeffekte für das Finanzsystem und die Geldpolitik verhindern würde“, so das Direktoriumsmitglied weiter. Dem fügt Panetta an: „Diese Menge wäre vergleichbar mit der derzeitigen Umlaufmenge an Euro-Banknoten. Da sich die momentane Bevölkerungszahl der Europäischen Union auf knapp 340 Mio. Menschen beläuft, würde dies bedeuten, dass pro Knopf zwischen 3.000 – 4.000 Euro an digitalen Euro angespart werden könnten.“

Des Weiteren hat Panetta in seiner Rede zu bedenken gegeben, dass die Privatwirtschaft sehr eng mit den europäischen Behörden zusammenarbeiten muss, um die Einführung des digitalen Euro so effektiv wie möglich zu machen. Dahingehend hatte der Zentralbanker kürzlich noch betont, dass es wichtig ist, dass die CBDC gleichermaßen online und offline als Zahlungsmittel akzeptiert wird und dass einfache Zahlungen zwischen Privatbürgern möglich sind.

Die EZB hatte im Juli 2021 bekanntgegeben, dass sie die offizielle Prüfphase zum digitalen Euro eingeleitet hat. Eine mögliche Einführung steht demnach frühestens für 2026 an. Das öffentliche Feedback zur Digitalwährung ist bisher allerdings durchwachsen.

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