Justiz versteigert beschlagnahmte Bitcoins weit über Kurswert

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Die nordrhein-westfälischen Strafverfolgungsbehörden haben bei ihrer bundesweit ersten Versteigerung der Kryptowährung Bitcoin (BTC) einen Preis deutlich über Kurswert erzielt. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) startete am 25. Oktober die erste Auktion, wobei der Bitcoin am 27. Oktober, also nach einer Auktionsdauer von zwei Tagen, für 57.010 Euro versteigert wurde. Derweil lag der Bitcoin-Kurs bei knapp 54.000 Euro. 

Die beschlagnahmten Bitcoins stammen aus kriminellen Geschäften. Darunter fällt zum Beispiel Drogenhandel aus dem Darknet. Man konnte die Kryptowährungen von den Beschuldigten mit den dazugehörigen Passwörtern erwerben, erklärt die Kölner Staatsanwaltschaft. Die Behörde ist mit ihrer Spezialabteilung “Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime” (ZAC) auf Internetstraftaten spezialisiert.

Überwältigt von der Nachfrage

Das Land NRW nutzte für die Versteigerung der sichergestellten Bitcoins die eigene Plattform justiz-auktion.de, auf der sonst auch beschlagnahmte Autos, Laptops, Schmuck und andere Wertsachen unter den Hammer kommen.

Bis jetzt liefen bei der Auktion Versteigerungen von insgesamt 16,5 Bitcoin aus. Das Interesse war “riesig” und entsprechend viele Neuanmeldungen gab es auf der Auktionsplattform. “Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Versteigerungen hochzufrieden”,  so die Cybercrime-Zentralstelle bei der Kölner Staatsanwaltschaft. 

Bitcoin nicht nur auf der Kryptobörse verfügbar

Solche Auktionen von Bitcoin beziehungsweise Bitcoin-Tranchen sollen in Zukunft regelmäßig stattfinden. Die NRW-Justiz will insgesamt 215 Bitcoins mit einem aktuellen Wert von mehr als 11,5 Millionen Euro (Stand 3. November 2021) anbieten, so der Pressesprecher Dirk Reuter von der NRW-Justiz. 

Die sichergestellten Bitcoins werden nach und nach versteigert. Angeboten werden Stückelungen von 0,1 bis hin zu zehn Bitcoins. Die Startgebote für diese und künftige Versteigerungen sollten jeweils 80 bis 95 Prozent des Bitcoin-Tageskurses betragen. 

Alle Erlöse von solchen Bitcoin-Auktionen fließen in die Landeskasse, erklärt die NRW-Justiz in der Pressemitteilung. 

Die Meistbietenden erhalten nach dem Kauf den ganzen Bitcoin oder die Bitcoin-Tranche als sogenanntes Paperwallet mit zwei Schlüsseln, um die Währung zu nutzen. Diese Paperwallets können laut Staatsanwaltschaft analog in einer “gesicherten, versiegelten und geschlossenen” Form persönlich abgeholt werden. 

Bitcoin-Verwertung in anderen Bundesländern

Die am 25. Oktober gestartete Aktion war nicht die erste von der nordrhein-westfälischen Justiz. NRW besitzt außerdem nicht nur Bitcoin, sondern auch Litecoin (LTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Monero (XMR) und hat früher Kryptowährungen über das Portal justiz-auktion.de angeboten. So wurden im Januar 2020 die Bitcoins im Wert von etwa 600.000 Euro versteigert.

Auch andere Bundesländer haben mit Bitcoin-Versteigerungen bereits positive Erfahrungen gemacht. So konnte Niedersachsen zwischen Januar und August 2019 bereits 650.000 Euro sicherstellen. In Bayern waren 2018 durch einen einzelnen Verkauf beschlagnahmter Bitcoins alleine 12 Millionen Euro erlöst worden.




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