Insolvente Krypto-Firmen haben „die Grundlagen des Risikomanagements vergessen“

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  • Coinbase sieht Schieflage großer Krypto-Unternehmen als selbstverschuldet an.

  • Risikomanagement von Celisus, Voyager und Three Arrows war „unzureichend“.

  • Probleme sind nicht durch den Kryptomarkt begründet, sondern durch grundlegende Probleme im Kreditgeschäft.

Teile der Geschäftsführung der einflussreichen Kryptobörse Coinbase beziehen nun Stellung zur anhaltenden Krise auf dem Kryptomarkt und den damit einhergehenden Insolvenzen von großen Krypto-Unternehmen wie Three Arrows Capital, Celsius Network und Voyager Digital. In diesem Zusammenhang betont die Kryptobörse, dass sie selbst „keine finanziellen Verbindungen“ zu den betreffenden Firmen hat.

Die entsprechenden Äußerungen haben Brett Tejpaul, Leiter des institutionellen Geschäfts bei Coinbase, Matt Boyd der Leiter des Kreditgeschäfts bei Coinbase und die leitende Coinbase-Risikomanagerin Caroline Tarnok am Mittwoch im firmeneigenen Blog gemacht. So geben die drei leitenden Funktionäre an, dass ihre Kryptobörse keinesfalls „ähnlich riskante Geschäftspraktiken“ wie Three Arrows Capital, Celsius und Voyager fährt. Vielmehr hätten die genannten Unternehmen mit „unzureichenden Risikokontrollmechanismen“ gearbeitet und wären mit großen Investitionen in Firmen wie das gescheiterte Blockchain-Projekt Terra (LUNA) „Wetten ohne Absicherung“ eingegangen, die letztendlich zur jetzigen Schieflage geführt haben.

„Die Probleme waren vorhersehbar, und liegen in der Natur des Kreditgeschäfts begründet, nicht in der Natur von Krypto“, wie sich Tejpaul, Boyd und Tarnok zudem einig sind. Dem fügen sie an: „Viele dieser Firmen waren einem viel zu hohen Kreditaufnahmerisiko durch kurzfristige Verbindlichkeiten ausgesetzt, die nur mit langfristigen, illiquiden Vermögenswerten abgedeckt waren, was nicht zusammenpasst. Wir sind der Überzeugung, dass sich diese Marktteilnehmer vom Hype eines Bullenmarktes haben anstecken lassen und dabei die Grundlagen des Risikomanagements vergessen haben.“

Obwohl Coinbase nach eigenen Angaben „nicht in Verbindung mit Klienten steht, die von der Insolvenz bedroht sind“, hat auch die Kryptobörse ziemlich am anhaltenden Bärenmarkt zu knabbern. So ist die Coinbase-Aktie seit Mai um mehr als 42 % gefallen und liegt bei Redaktionsschluss nur noch auf 75,27 US-Dollar. CEO Brian Armstrong hatte zudem im Juni angekündigt, dass die Handelsplattform aufgrund der momentanen Situation knapp 18 % der Belegschaft entlassen muss.

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