Indisches IT-Ministerium ordnet lange Speicherung von Krypto-Nutzerdaten an

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Das Indian Computer Emergency Response Team (CERT-in), eine Behörde, die dem indischen Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie angehört, hat eine neue Direktive herausgegeben, durch die Kryptobörsen, VPN-Dienstleister und Datenzentren dazu veranlasst werden, umfangreiche Daten von Krypto-Nutzern für bis zu fünf Jahre zu speichern.

Laut den neuen Vorgaben müssen indische Kryptobörsen die Namen, Adressen, Vermögensstände und noch einige weitere Informationen ihrer Nutzer über einen längeren Zeitraum speichern.

Zudem müssen Kryptobörsen und VPN-Dienstleister auch jegliche Form von Cyberkriminalität innerhalb von sechs Stunden melden und alle gespeicherten Daten auf Anordnung sofort an die Behörden weitergeben. Dahingehend heißt es:

„Wenn die CERT-In als Reaktion auf oder zum Schutz vor Cyberkriminalität die Herausgabe dieser Daten anordnet, dann ist der jeweilige Dienstleister/Intermediär dazu verpflichtet, dem sofort nachzukommen und die CERT-In bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.“

Die neue Direktive soll bereits ab dem 22. Juni in Kraft treten, wodurch VPN-Dienstleister und auf Datenschutz spezialisierte Kryptobörsen, die beide von Natur aus relativ wenig Daten ihrer Nutzer erheben und speichern, sich dazu gezwungen sehen könnten, ihren Betrieb einzustellen.

Wie die CERT-in angibt, soll mit der neuen Direktive allen voran ein schnelleres Vorgehen gegen Cyberkriminalität möglich sein. Nichtsdestotrotz wirft der Umfang der erhobenen Daten und die Dauer der Speicherung bei einigen Krypto-Nutzern Fragen im Hinblick auf den Datenschutz auf:

„Unsere Regierung will das Privatleben der Bevölkerung kontrollieren, aber unsere Verfassung verbietet das eigentlich. Aber seien wir mal ehrlich, in Indien hat keiner so wirklich den Datenschutz auf dem Schirm.“

Die strenge Verordnung zur Erhebung und Aufbewahrung von Krypto-Nutzerdaten kommt zu einem Zeitpunkt, an dem eine neue Besteuerung von Kryptowährungen in Indien dafür gesorgt hat, dass die Nutzeraktivität und die Handelsvolumen auf den Plattformen des Landes bereits spürbar zurückgegangen sind.

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