Huobi und Gate.io kritisiert: Snapshots mit geliehenem Geld?

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Aufgrund des zunehmenden Misstrauens seitens der Krypto-Investoren nach dem FTX-Zusammenbruch, haben die Kryptobörsen beschlossen, ihre Reserven nachzuweisen, um Vertrauen zu schaffen und Transparenz zu zeigen. Betrachtet man die On-Chain-Daten, findet man allerdings immer wieder einige Auffälligkeiten, die auf falsches Spiel und Marktmanipulation hindeuten.

Zwei Tage nachdem Crypto.com seine Cold-Storage-Informationen veröffentlicht hatte, wurde bekannt, dass 320.000 Ether (ETH) am 21. Oktober 2022 an Gate.io gesendet wurden. Kris Marszalek, der CEO von Crypto.com hat die Situation aufgeklärt und gesagt, das Geld sei versehentlich überwiesen und bereits zurückgegeben worden.

Snapshot von Gate.io vom 28. Oktober. Quelle: Colin Wu

Am 28. Oktober veröffentlichte die Börse Gate.io seinen Snapshot zum Nachweis ihrer Reserven. Dabei wurden laut dem Solidity-Entwickler Shegen Gelder von Crypto.com verwendet:

“Das war eine Überweisung, um den Nachweis zu beschönigen. Gate und crypto.com sind am Arsch?”

Außerdem wirft die Krypto-Community Huobi vor, auf ähnliche Weise manipuliert zu haben. Eine Wallet-Adresse, die mit der Kryptobörse Huobi in Verbindung steht, wurde dabei ertappt, wie sie 10.000 ETH an Binance- und OKX-Depot-Wallets transferierte, kurz nachdem der Snapshot veröffentlicht wurde.

Der Blockchain-Forscher Colin Wu wies auf diese Transaktionen auf Etherscan hin. Hier sieht man, dass Huobi in seinem letzten Snapshot 14.858 ETH ausgewiesen hatte. Inzwischen ist diese Summe auf 2.463,5 ETH gefallen.

Huobi, Wallet-Informationen. Quelle: Etherscan

Huobi hat sich öffentlich noch nicht zu diesen Behauptungen geäußert. Der Gründer von Gate.io Lin Han hat allerdings seine Sicht der Dinge dargelegt. Han erklärte, der betreffende Snapshot sei am 19. Oktober aufgenommen worden, also zwei Tage vor der versehentlichen Überweisung von 320.000 ETH durch Crypto.com.

Han hat außerdem bekräftigt, dass das Geld von Crypto.com eintraf, nachdem der Snapshot veröffentlicht wurde. Dazu lieferte er Beweise, um die Community zu beruhigen.

Da es durchaus möglich ist, dass mehrere Kryptobörsen bei der Manipulation von Anlegergeldern zusammenarbeiten, sieht sich die Community gezwungen, bis zu einer offiziellen Erklärung wachsam zu bleiben.

Da immer mehr Kryptobörsen ihre Cold-Storage-Informationen veröffentlichen, kann man aufgrund der Unveränderlichkeit der Blockchain-Technologie die Geldflüsse genau nachvollziehen.

“Unser Ziel ist es, den Nutzern unserer Plattform zu ermöglichen, bewusste und informierte Entscheidungen zu treffen, die mit ihren finanziellen Zielen übereinstimmen”, so Binance bei der Bekanntgabe der Wallet-Adressen.




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