Gläubiger von Voyager stemmen sich gegen Bonuszahlungen an Mitarbeiter

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Die Interessenvereinigung der Gläubiger von Voyager Digital Holdings lehnt einen Vorschlag der Geschäftsführung des insolventen Krypto-Unternehmens ab, der vorsieht, dass die Mitarbeiter der Firma Bonuszahlungen erhalten, um der Sparplattform weiterhin die Treue zu halten.

Den entsprechenden Antrag zur Ablehnung des Vorschlags haben die Gläubiger am 2. August beim zuständigen Insolvenzgericht von New York eingereicht. Der Key Employee Retention Plan (KERP) der Geschäftsführung zielt darauf ab, 1,9 Mio. US-Dollar an 38 wichtige Mitarbeiter auszuzahlen, die für den Fortbestand der Firma von entscheidender Bedeutung sein sollen.

Allerdings wehrt sich die Interessenvereinigung mit Nachdruck gegen dieses Vorhaben. So haben die Gläubiger ein grundsätzliches Problem mit den im KERP vorgesehenen Bonuszahlungen:

„In einer Zeit, in der viele Gläubiger wegen dem fehlerhaften Geschäftsmodell des Schuldners Probleme damit haben, alltägliche Zahlungen zu machen, schlägt der Schuldner nun auch noch vor, Bonuszahlungen an ohnehin schon gut bezahlte Mitarbeiter zu machen.“

Zudem würde Voyager keine wirklich guten Gründe vorbringen, um den KER-Plan zu rechtfertigen. So würde es zum Beispiel an eindeutigen Beweisen dafür fehlen, dass diejenigen Mitarbeiter, die mit den Bonuszahlungen bedacht werden sollen, aus dem Unternehmen scheiden wollen.

Darüber hinaus geben die Gläubiger zu bedenken, dass im Zuge des Krypto-Winters viele andere Unternehmen bereits Mitarbeiter entlassen haben und so eine Vielzahl an anderen talentierten Fachkräften zur Verfügung steht. „Angesichts der jüngsten Kündigungswelle in der Branche gibt es einen großen Fundus an qualifizierten Fachkräften, die diese Posten übernehmen könnten“, so das Gegenargument.


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