„Funktion von Gold als Absicherungsmittel wird übertrieben“

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Da Gold in den letzten Monaten mehr als 11 % an Wert verloren hat, stellen immer mehr Investmentmanager den Status des Edelmetalls als marktführendes Absicherungsmittel in Frage.

Wie Bloomberg berichtet, ist Russ Koesterich, Portfolio-Manager des Global Allocation Fund der mächtigen Vermögensverwaltung BlackRock, inzwischen einer dieser Zweifler.

Dementsprechend nüchtern schätzt er das gängige Narrativ um Gold als Absicherungsmittel ein: „Die Funktion von Gold als Absicherungsmittel gegen Inflation wird übertrieben dargestellt. Obwohl es über sehr langfristige Zeiträume, also Jahrhunderte, ein sinnvolles Wertaufbewahrungsmittel ist, ist es über die meisten praxisnahen Investitionszeiträume weitaus weniger zuverlässig.“

Die aktuellen Investitionszeiträume sind stark durch die Auswirkungen der Coronakrise geprägt, allen voran die von den Regierungen veranlassten Hilfszahlungen und die Geldpolitik der Zentralbanken haben Einfluss auf die Märkte.

Besonders die Angst vor einer steigenden Inflation geht wie ein Schreckgespenst um, denn die massiven Hilfspakete zur Rettung der Wirtschaft könnte eine Abwertung vieler Landeswährungen zur Folge haben.

Das bei den Anlegern favorisierte Absicherungsmittel Gold hat nichtsdestotrotz seit Sommer 2020 stetig verloren, nachdem hier ein neues Rekordhoch erzielt werden konnte. Bei Redaktionsschluss liegt das Edelmetall deshalb nur noch bei 1.700 US-Dollar.

Der Wertverlust wird dadurch unterstrichen, dass auch aus Gold-ETFs immer mehr Kapital abgezogen wird. Einige Experten vermuten, dass die betreffenden Anleger in Bitcoin (BTC) abwandern. Im November 2020 haben chinesische Banken gar die Erstellung neuer Handelskonten für Edelmetalle eingestellt, da Gold und Co. eine ungewohnt hohe Volatilität aufweisen.

Im Gegensatz zur Kursentwicklung von Gold liegt Bitcoin für dieses Jahr fast 90 % im Plus, wobei die marktführende Kryptowährung schon seit Oktober 2020 einen Rekordlauf hinlegt. Wie zuvor berichtet, schlussfolgerte Bloomberg-Analyst Mike McGlone deshalb, dass BTC Gold den Rang als bestes Wertaufbewahrungsmittel abläuft.

Die Zweifel von Koesterich am Edelmetall stehen vor dem Hintergrund, dass BlackRock sich zuletzt klar positiv über die Kryptowährung geäußert hat.

So denkt die „heimliche Weltmacht“ in einem offiziellen Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC laut über Investitionen in Bitcoin-Derivate nach.

BlackRock-Chefinvestor Rick Rieder hatte im November 2020 schon durchblicken lassen, dass die Vermögensverwaltung einen solchen Strategiewechsel plant, als er meinte, dass Bitcoin langfristig große Marktanteile von Gold gewinnen wird.


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