FTX-Skandal unterstreicht Notwendigkeit von schneller MiCA-Regulierung

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Der Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments hat am gestrigen 30. November eine Anhörung zum „Kollaps der Kryptobörse FTX und den daraus resultierenden Folgen für die EU“ abgehalten. Im Rahmen der Anhörung sind unter anderem drei EU-Regulierer zu den Themen FTX, Blockchain und Krypto-Regulierung befragt worden.

Steffen Kern, der Leiter der Abteilung für Risikobewertung & Makroökonomie bei der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA, betont vor dem Ausschuss, dass seine Behörde „die FTX weder reguliert noch beaufsichtigt“ hat und dementsprechend „keinerlei Informationen über das Unternehmen hat, die nicht ohnehin schon öffentlich sind“. Zudem sieht die ESMA durch den Zusammenbruch der FTX kein größeres Risiko für den gesamten Finanzmarkt, da der Kryptomarkt als Ganzes nur einen relativ kleinen Anteil am Finanzsystem ausmacht und die Verbindungen zwischen beiden eher gering sind.

Trotzdem verweist Kern auf die geplante europäische Krypto-Regulierung Markets in Crypto-Assets (MiCA), die voraussichtlich ab 2024 in Kraft treten wird, denn diese „packt an den richtigen Stellen an, um wichtigen Schutz für Anleger zu bieten und die notwendigen Regeln für alle Marktteilnehmer innerhalb der Europäischen Union zu formulieren“.

Allerdings räumt Kern auf weitere Nachfrage ein, dass die FTX EU, also der europäische Ableger der Handelsplattform, die ihren Sitz auf Zypern hat, eine Markets in Financial Instruments Directive License bekommen hat, obwohl diese nicht für Krypto-Unternehmen gedacht ist. Die Gültigkeit der Lizenz wurde am 9. November aufgehoben.

Der Europaparlamentarier und offizielle MiCA-Berichterstatter Dr. Stefan Berger erklärt in der Anhörung wiederum, dass „Sam Bankman-Fried maßgeblich für den Kollaps der FTX verantwortlich war […], weil das System von ihm abhängig war, weshalb es sich hierbei nicht um ein Versagen der Blockchain-Technologie, sondern um das Scheitern einer Person handelt“. Weiter führt er aus:

„Ich habe zwei politische Forderungen: Erstens, die MiCA müssen so schnell wie möglich verabschiedet werden. […] Zweitens, es wäre wünschenswert, wenn sich viele Länder außerhalb Europas an den MiCA ein Beispiel nehmen würde. Globale MiCA wären die beste Lösung.“

Alexandra Jour-Schroeder, die Generaldirektorin der Generaldirektion für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und die Kapitalmarktunion (FISMA), stimmt in diesen Tenor mit ein und gibt zu bedenken: „Unter der MiCA-Regulierung wäre es Krypto-Dienstleistern in der EU gar nicht erst erlaubt, derart schlecht organisiert zu sein, wie es bei der FTX Medienberichten zufolge der Fall war.“




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