„FTX-Nutzer müssen Eigenverantwortung für Verluste übernehmen“ – Binance-Chef

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Im Rahmen einer Ask Me Anything (AMA) Fragerunde auf Twitter Spaces am gestrigen 14. November hat Binance-Chef Changpeng „CZ“ Zhao den Krypto-Nutzern ins Gedächtnis gerufen, dass sie für ihre Investitionsentscheidungen zumindest teilweise Verantwortung übernehmen müssen, wenn diese schiefgehen.

„Als Nutzer trägt man auch Verantwortung. Man kann die Schuld nicht einfach nur auf andere schieben. Wenn man die Schuld immer nur auf andere schiebt, wenn etwas schiefgeht, ohne auch Eigenverantwortung zu übernehmen, dann wird man nie erfolgreich sein. Man muss sich immer auch an die eigene Nase fassen.“

Die betreffende Antwort richtet sich an einen Fragesteller, der stellvertretend von Zhao wissen wollte, ob die Binance Nutzer entschädigen will, die durch den Zusammenbruch der FTX Verluste erlitten haben. Das dahingehende Argument lautet, dass Binance einerseits der FTX über Zusammenarbeit Glaubwürdigkeit verliehen hat und andererseits von den jüngsten Entwicklungen um die konkurrierende Kryptobörse profitiert hat. Besonders durch den Verkauf von Krypto-Vermögen in Form der FTX-Kryptowährung FTT habe Binance Gewinn auf Kosten der Krypto-Nutzer gemacht, denn dieser fand kurz vor dem Zusammenbruch statt und war für diesen eine Art Auslöser.

CZ verweist in diesem Kontext darauf, dass die Transaktionen der Binance transparent und öffentlich einsehbar waren, wodurch jeder Marktteilnehmer hätte reagieren können: „Wir haben nichts versteckt und wir haben nicht nicht offengelegt.“

Zudem habe seine Firma nur einen kleinen Teil der gehaltenen FTT verkauft, den Rest besitzt Binance nach Angaben des Geschäftsführers noch immer, und zwar mit einem dicken Verlust:

„Wir hatten FTT im Wert von 580 Mio. US-Dollar und haben einen kleinen Teil verkauft. Wir besitzen den Großteil noch immer. Ich finde also, dass wir uns ethisch und moralisch korrekt verhalten haben.“

Allerdings will Zhao nicht nur seine Handlungen verteidigen, sondern ist auch bemüht, dem Fragesteller entgegenzukommen. So betont er, dass Binance den geschädigten FTX-Nutzern im Sinne der Branche helfen wird. Daraus dürfe jedoch „nicht der Eindruck entstehen, dass Binance immer zahlt, wenn etwas in der Branche schiefgeht“.

Abschließend räumt CZ dann doch noch ein, dass auch die Geldgeber der FTX eine Teilschuld an dem Debakel tragen, da diese mit ihren Finanzierungen indirekt zur Vertrauenswürdigkeit der Krypto-Handelsplattform beigetragen haben:

„Warum haben die Geldgeber, darunter auch wir [Binance], in FTX investiert? Ich denke, dieser Vorwurf ist berechtigt. Alle Geldgeber, die in die FTX investiert haben, haben einen Fehler gemacht. Viele davon waren sehr professionelle Investoren. Warum haben wir die Probleme nicht gesehen?“

 




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