FTX-Drama ist Wendepunkt für den Bürger-Journalismus – Coinbase-CEO

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Der Coinbase-Chef Brian Armstrong lobt die Arbeit von Bürger-Journalisten und Blockchain-Analysten im Rahmen der Berichterstattung im Fall der insolventen Kryptobörse FTX.

Wie Armstrong am 16. November auf Twitter bemerkt, waren es allen an Stelle der Leitmedien allen voran ganz normale Bürger bzw. Krypto-Nutzer, die die entscheidenden Entwicklungen und Sachstände während des Zusammenbruches der einst systemrelevanten Handelsplattform FTX berichtet und aufgedeckt haben.

Besonders vor dem Hintergrund eines Artikels der New York Times, der unkritisch bis wohlwollend auf die Rolle des ehemaligen FTX-Chefs Sam Bankman-Fried blickt, stellt Armstrong deshalb fest: „Mir scheint, dass wir an einem Wendepunkt für den Bürger-Journalismus angekommen sind, der mit einem Vertrauensverlust in den medialen Mainstream einhergeht.“

Der besagte NYT-Artikel hatte zuvor auch in der Krypto-Community für heftige Kritik gesorgt, so wies Polygon Studios CEO Ryan Wyatt den Autoren des Berichts ausdrücklich darauf hin, dass Bankman-Fried „signifikante Straftaten begangen hat“, die massiven „Schaden für alle Beteiligten“ mit sich gebracht haben.

Auch Elon Musk hat seit seiner Übernahme von Twitter wiederholt hervorgehoben, dass der Bürger-Journalismus immer mehr auf dem Vormarsch ist.

Ein konkretes Beispiel für die investigative Arbeit der Blockchain-Analysten und Bürger-Journalisten hat der Analysedienst Whale Alert am 5. November geliefert, als dieser darauf aufmerksam machte, dass 23 Mio. FTX Token (FTT), die knapp 17 % der Umlaufmenge zum damaligen Gesamtwert von 548,8 Mio. US-Dollar entsprachen, auf die Kryptobörse Binance verschoben wurden.

Wie sich später herausstellte, war dies eines der ersten Vorzeichen der Liquiditätskrise der FTX, wohingegen die New York Times erstmals am 8. November über die Schwierigkeiten der Handelsplattform berichtet hat.

Die Krypto-Community hat auch als erstes den vermeintlichen Hackerangriff auf die FTX gemeldet. Die Kryptobörse selbst gab diesen erst mehrere Stunden später bekannt.

Neben legitimen Stories haben die Krypto-Nutzer im Drama um die FTX allerdings auch die eine oder andere Fake-News produziert, die teilweise an Verschwörungstheorien grenzten.

So kamen am 12. November zum Beispiel die Spekulationen auf, dass Sam Bankman-Fried per Privatjet nach Argentinien fliehen wolle. Der FTX-Chef dementierte derartige Gerüchte und auch interne Quellen konnten bestätigen, dass SBF auf den Bahamas unter behördlicher Aufsicht steht.




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