FRAX-Gründer fordert Zusammenarbeit statt Konkurrenz bei Stablecoin-Projekten

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  • FRAX-Gründer glaubt, Stablecoin-Projekte sollten mehr zusammenarbeiten statt zu konkurrieren.
  • Nur so kann das Ökosystem wachsen und gefördert werden.
  • Projekte sind oft voneinander abhängig und könnten sich gegenseitig schaden.

Stablecoin-Projekte müssen besser zusammenarbeiten, um ihre Liquidität gegenseitig und das Ökosystem als Ganzes zu fördern, so Sam Kazemian, der Gründer von Frax Finance.

Im Gespräch mit Cointelegraph erklärte Kazemian, es werde niemals einen echten Wettbewerb zwischen Stablecoins geben, solange die Liquidität der Stablecoins durch gemeinsame Liquiditätspools und Sicherheitssysteme proportional zueinander wächst.

Kazemians Stablecoin FRAX ist ein fraktional-algorithmischer Stablecoin, bei dem ein Teil des Angebots durch Sicherheiten und ein anderer Teil algorithmisch gesichert ist.

Kazemian erklärte, das Wachstum im Stablecoin-Ökosystem sei kein “Nullsummenspiel”, da die einzelnen Token zunehmend miteinander verflochten und von der Entwicklung der anderen abhängig sind. .

FRAX verwendet unter anderem den USD Coin von Circle (USDC) als Sicherheit. DAI ist ein dezentraler Stablecoin, der vom Maker Protocol verwaltet wird, verwendet ebenfalls für mehr als die Hälfte der im Umlauf befindlichen Token den USDC als Sicherheit. Da FRAX und DAI ihre Marktkapazitäten weiter ausbauen, werden sie wahrscheinlich mehr USDC als Sicherheit benötigen.

Kazemian erklärte, es könne sich negativ auf das Ökosystem auswirken, wenn ein Projekt beschließt, ein anderes fallen zu lassen.

“Man sagt es nicht gerne, aber wenn Maker seine USDC abstoßen würde, wäre das schlecht für Circle, weil sie damit Rendite erzielen.”

USDC ist der Schlüssel

Die aktuellen Top-3-Stablecoins nach Marktkapitalisierung sind Tether (USDT), USDC und Binance USD (BUSD). DAI und FRAX sind beides dezentralisierte Stablecoins, die jeweils auf Platz 4 und Platz 5 stehen.

USDC verzeichnete im vergangenen Jahr das größte Wachstum unter den drei großen Stablecoins. Die Marktkapitalisierung hat sich im vergangenen Juli mit 55 Milliarden US-Dollar dabei mehr als verdoppelt. Damit rückt der Coin laut CoinGecko immer näher an USDT heran.

Kazemian glaubt, dass USDC aufgrund seiner Akzeptanz in der Branche und der wohl größeren Transparenz im Hinblick auf seine Reserven der wertvollste Stablecoin für eine Zusammenarbeit innerhalb des Ökosystems sein dürfte.

Er bezeichnete den USDC als “risiko- und innovationsarmes Projekt” und räumte ein, es diene als Basis für weitere Innovationen bei anderen Stablecoins. Er sagte dazu noch:

“Wir und DAI sind die Innovationsschicht über USDC, wie die dezentrale Bank über einer klassischen Bank.”

Algo-Stablecoins funktionieren nicht

Obwohl der FRAX-Stablecoin teilweise algorithmisch stabilisiert wird, sagt Kazemian, rein algorithmische Stablecoins “funktionieren einfach nicht”.

Algorithmische Stablecoins wie Terra USD (UST), die im Mai auf dramatische Weise zusammengebrochen sind, erhalten ihre Kopplung durch komplizierte Algorithmen aufrecht. Dabei wird das Angebot an die Marktbedingungen angepasst und ist nicht mit traditionellen Sicherheiten besichert.

“Für einen dezentralisierten On-Chain-Stablecoin ist eine Sicherheit notwendig. Er muss nicht überbesichert sein, wie etwa bei Maker, aber er braucht exogene Sicherheiten.”

Die Todesspirale beim Ökosystem von Terra wurde deutlich, als UST, der jetzt in USTC unbenannt wurde, seine Kopplung verlor.

Das Protokoll hat daraufhin neue LUNA-Token geprägt, um sicherzustellen, dass genügend Token für den Stablecoin vorhanden sind. Diese schnelle Prägung hat den Kurs von LUNA, der heute LUNC heißt, heftig einbrechen lassen. Das hat einen vollständigen Ausverkauf der Token im Einzelhandel ausgelöst und jede Hoffnung auf eine erneute Kopplung zunichte gemacht.

In den Wochen vor der UST-Entkopplung erklärte der Gründer von Terraform Labs, Do Kwon, sein Projekt müsse den Stablecoin mit verschiedenen Arten von Sicherheiten, insbesondere BTC, fraktioniert besichern.

“Am Ende erkannte sogar Terra, dass ihr Modell nicht funktionieren würde”, so Kazemian weiter. “Daher haben sie andere Token aufgekauft.”

Bis Ende Mai hatte Terra fast alle BTC im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar verkauft.

Terra hat andere Projekte bei seinem Zusammenbruch ebenfalls zu Fall gebracht, darunter auch den Algo-Stablecoin DEI von Deus Finance, der bei Redaktionsschluss ebenfalls immer noch seine Kopplung an den US-Dollar nicht wieder erreicht hat.


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