EZB-Direktoriumsmitglied sieht CBDCs als Grundvoraussetzung für Krypto und Verbraucher

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Fabio Panetta, ein Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), der als ausgesprochener Kritiker von Kryptowährungen und Förderer von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) gilt, hat am gestrigen 5. Januar weitere Argumente für letztere vorgebracht. So meint dieser im offiziellen Blog der EZB, dass Zentralbanken durch die Entwicklung von CBDCs „das Vertrauen schützen können, auf dem auch alle privaten Geldformen letztendlich beruhen“.

Dabei fällte Panetta in seinen Ausführungen zunächst ein vernichtendes Urteil über Kryptowährungen im Jahr 2022, denn dieses habe einen „Zusammenbruch des Kryptomarktes mit sich gebracht, in dem die Anleger ganz schnell von der Angst, etwas zu verpassen, in die Angst, nicht mehr herauszukommen, umgeschlagen sind“.

Aus diesem Argument ging das EZB-Direktoriumsmitglied wiederum zu der Position über, dass Kryptowährungen lieber „dem eigenen Scheitern überlassen werden sollten, anstatt sie zu regulieren und damit zu legitimieren“. Allerdings schränkte er diese Logik anschließend noch selbst ein:

„Erstens, ist es trotz ihrer grundsätzlichen Probleme, jedoch nicht ganz klar, ob sich Kryptowährungen irgendwann selbst zerstören werden.“

Und zweitens, „sind die potenziellen gesellschaftlichen Kosten durch eine unregulierte Kryptobranche zu hoch“, besonders für „uninformierte Anleger“. Dahingehend verweist Panetta allen voran auf Geldwäsche und Umweltschäden, die durch Kryptowährungen bedingt werden:

„Es sind nicht nur Kryptos, die dabei verbrannt werden.“

Damit argumentiert Panetta schließlich doch für eine Regulierung der Kryptomärkte, wobei er den geplanten Gesetzesrahmen der Europäischen Union (EU) – also die Markets in Crypto Assets (MiCA) – als wichtigen Schritt identifiziert, der im Hinblick auf Krypto-Kreditgeschäfte und Selbstverwahrung nach seiner Einschätzung jedoch noch nicht ganz ausreichend ist. Deshalb schlägt der Zentralbanker sogar noch eine Verschärfung vor, indem er meint, dass „ungedeckte Kryptowährungen […] nach den Kosten besteuert werden sollten, die sie für die Gesellschaft verursachen. Entsprechend seine Lösung:

„Der Handel mit ungedeckten digitalen Assets sollte von den Regulierern wie Glücksspiel behandelt werden.“

Diese Behandlung würde sowohl die Besteuerung als auch die gesetzlichen Vorgaben betreffen, um „anfällige Verbraucher“ zu schützen.

Doch selbst unter diesen Voraussetzungen würden Kryptowährungen laut Panetta noch Probleme machen, weshalb nur die Zentralbank-Digitalwährungen wirklich „einen risikofreien und zuverlässigen Umgang mit digitalen Assets“ garantieren könnten. Immerhin könnten die Zentralbanken damit ihre Kontrollfunktion aufrechterhalten und damit letztendlich auch das Vertrauen in Kryptowährungen stärken.

Der EZB-Blog hatte kürzlich bereits mit einem kontroversen Beitrag zum Thema Bitcoin in der Krypto-Community für Aufsehen gesorgt. Panetta hatte Anfang Dezember wiederum angeregt, dass Kryptowährungen, die für beträchtliche Umweltbelastung sorgen, gänzlich verboten werden sollten.




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