Europol konfisziert 44 Mio. Euro bei Schlag gegen Krypto-Mixer für Geldwäsche

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Das Europäische Polizeiamt, auch bekannt als Europol, hat am 15. März die Assets des Krypto-Mixers ChipMixer wegen des Verdachts der Geldwäsche beschlagnahmt. Die konfiszierten Vermögen beinhalten unter anderem 1.909,4 Bitcoin (BTC) im Wert von 44,2 Mio. Euro. Der Krypto-Analyst ZachXBT hatte am 25. November 2022 bereits darauf hingewiesen, dass die Hacker der inzwischen insolventen Kryptobörse FTX vermutlich 360 BTC (ca. 5,9 Mio. US-Dollar) aus ihrem 372 Mio. US-Dollar schweren Raubzug über ChipMixer gewaschen haben.

ChipMixer-Webseite nach Schließung durch das BKA. Quelle: Europol

Neben der Beschlagnahmung wurde auch die Webseite von ChipMixer von den beteiligten Polizeibehörden geschlossen, indem vier Server auf denen die Seite gehostet wurde, ebenfalls einkassiert wurden. Laut Europol soll der Service mehr als 2,73 Mrd. US-Dollar seit seiner Gründung im Jahr 2017 gewaschen haben. Dahingehend erklärt die europäische Behörde:

„ChipMixer, ein unlizenzierter Krypto-Mixer, der Mitte 2017 gegründet wurde, war darauf zu mixen bzw. die Kapitalflüsse von Kryptowährungen zu verschleiern. Die ChipMixer-Software hat die Blockchain-Spuren von Geldern verwischt und war damit ein attraktives Werkzeug für Cyberkriminelle, die ihre illegalen Gelder aus kriminellen Aktivitäten waschen wollten.“

Die Ermittlungen und der anschließende Schlag wurden von den Polizeibehörden aus Belgien, Deutschland, Polen, Schweiz sowie dem Federal Bureau of Investigation (FBI), der amerikanischen Behörde für Heimatschutz und dem US-Justizministerium koordiniert. Die Ermittler geben an, dass „ein Großteil der kriminellen Aktivitäten mit dem Darkweb, Ransomware, illegalem Handel und gestohlenen Kryptowährungen zusammenhängt“. Die auf ChipMixer übertragenen Gelder wurden dann in „Chips“ konvertiert bzw. in kleinere Krypto-Tokens mit gleichem Wert, die dann wiederum vermischt wurden, um die eigentliche Herkunft von Geldern zu verschleiern.

„Ransomware-Hacker wie Zeppelin, SunCrypt, Mamba, Dharma und Lockbit haben den Dienst ebenfalls genutzt, um ihre erpressten Gelder zu waschen. Zudem ermitteln die Behörden hinsichtlich der Möglichkeit, dass einige der gestohlenen Gelder einer großen insolventen Kryptobörse im Jahr 2022 über ChipMixer geflossen sind.“

Die Europol hat in dem Fall den Informationsaustausch zwischen den nationalen Polizeibehörden koordiniert. Des Weiteren hat sie „analytische Unterstützung bei der Verbindung von Daten verschiedener Kriminalfälle innerhalb und außerhalb der EU geliefert, und die Ermittlungen durch operationelle Analyse, Nachverfolgung von Krypto-Geldern und forensische Analyse unterstützt“.




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